Deutsch, teitscher, am Teutschesten

Neue Stücke in Berlin und Bamberg: Hakan Savas Mican inszeniert den zweiten Teil seiner Stadt-Trilogie «Berlin Kleistpark» am Gorki Theater, Thomas Perles «Karpatenflecken» kommt im Deutschen Theater heraus, und das ETA Hofmann Theater Bamberg präsentiert Björn SC Deigners «Der endlos tippende Affe»

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Ein weißer Raum voller Gläser, Teller, Schüsseln, Tassen, Besteck, teils ausgepackt, teils noch in Papier gewickelt und Kisten verpackt: Schon vor einigen Jahren hat Regisseur und Autor Hakan Savas Mican bei einem der Herbstsalons des Berliner Gorki Theaters eine Installation eingerichtet, die von seiner Familiengeschichte erzählte. Eine veritable Aussteuer hat seine Mutter Gülsen über viele Jahre zusammengespart und -gekauft, während sie in Deutschland arbeitete und die Kinder in der Türkei aufwuchsen, erzählt sie im begleitenden Video.

Doch jetzt will keines die ganzen Zeichen der Fernliebe haben. War alles vergebens? 

Diese Kartons sowie Ausschnitte aus dem Video tauchen in «Berlin Kleistpark» wieder auf, der zweiten Inszenierung von Micans Stadt-Trilogie. Im ersten Teil, «Berlin Oranienplatz», blieben dem Kreuzberger Modemacher Can (Taner Sahintürk) nur wenige Stunden, um entweder in der JVA Tegel eine Haftstrafe wegen Betrugs anzutreten oder die Flucht nach Istanbul zu ergreifen; in seinen Abschiedsbegegnungen mit Eltern, Kumpels, Ex-Freundin zeigte sich, wie sehr Can außerdem zwischen den Erwartungen seiner türkischen Familie und der deutschen Mehrheitsgesellschaft hin- und ...

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Theater heute Februar 2022
Rubrik: Aufführungen, Seite 17
von Eva Behrendt

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