Der Eisberg schmilzt
Corona hat allen britischen Kulturinstitutionen, deren Einnahmen von Besuchern abhängen, schwer zugesetzt: Nicht nur die Theaterlandschaft liegt seit einem Jahr brach, auch Museen hatten seit letztem März ihre Türen fast durchgehend geschlossen. So dass laut einer Pressemeldung des Victoria & Albert-Museums auch dieses Schwergewicht unter den Londoner Museen «ein katastrophales 10 Millionen Pfund Defizit» beklagt.
Katastrophal ist allerdings auch, was die Leitung als Konsequenz vorhat: Die «Public and Commercial Services»-Gewerkschaft (PCS) berichtet, 50 von 200 Jobs im Kuratoren- und Recherchebereich des Museums werden verschwinden in einer Umstrukturierung, die Sammlungen statt nach Fachbereichen jetzt chronologisch ordnen soll. Das betrifft auch eine der bedeutendsten Theatersammlungen der Welt, das V&A-Department for Theatre and Performance. Nach diesen Plänen würde die gesamte Theaterabteilung aufgelöst. Das Rudiment ihrer hochqualifizierten Kollegen, das nach der Stellenstreichung übrig bleibt, soll verteilt werden auf die vier neuen Kategorien: «Europe and the Americas: Medieval to Revolution, Europe and the Americas: Long Nineteenth Century, Europe and the Americas: Modern ...
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Theater heute Mai 2021
Rubrik: Magazin, Seite 61
von Patricia Benecke
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