Anspruch auf Teilhabe
Es ist ein Glücksfall für Adrienne Goehler, die Herausgeberin dieses Buches, dass das bedingungslose Grundeinkommen in der derzeitigen ökonomischen Situation wieder mehr diskutiert wird. Dabei hat Goehler auch sonst nie Scheu gezeigt, über Dinge zu sprechen, die gerade nicht auf der Tagesordnung stehen, und häufig wählt sie dabei einen Ansatz, den andere etwas schräg finden. Grenzüberschreitungen, «Verflüssigungen», wie sie selbst gern sagt (es ist auch der Titel eines ihrer früheren Bücher), sind ihr Element.
Goehler setzt gern Sachverhalte aus unterschiedlichen Disziplinen zueinander in Beziehung und mag experimentelles, unabgeschlossenes Denken.
Das bedingungslose Grundeinkommen ist eines ihrer Dauerthemen; sie hat schon zwei Bücher darüber verfasst, eines davon zusammen mit Götz Werner, dem Eigentümer der Drogeriemarktkette dm. Im Gegensatz zu den meisten, die über das Thema schreiben, geht Goehler nicht primär vom Ökonomischen aus, sondern wählt einen kulturgesellschaftlichen Blickwinkel. Das Milieu kennt sie gut, sie war Präsidentin der Hochschule für bildende Künste in Hamburg sowie Kultur- und Wissenschaftssenatorin in Berlin unter Klaus Wowereit. Die prekäre Lage von ...
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Theater heute August/September 2020
Rubrik: Gesellschaft, Seite 60
von Ilja Braun
Aachen, Grenzlandtheater
23.9. Zeller, Hinter der Fassade
R. Anja Junski
Aalen, Theater der Stadt
19.9. O-Team, Crash and Care (U)
R. Florian Feisel
Augsburg, Theater
25.9. Studlar, Nacht ohne Sterne
R. Sebastian Schug
26.9. Dürrenmatt, Die Physiker
R. Antje Thoms
Baden-Baden, Theater
26.9. Molière, Der Menschenfeind
R. Jenke Nordalm
Bautzen, Theater
11.9....
Karin Winkelsesser Herr Friedrich, Ihr Entwurf für die Erweiterung des Theaterhauses Stuttgart nimmt sich geradezu bescheiden aus. 2018 hat Ihr Büro die Machbarkeitsstudie für die Sanierung der Städtischen Bühnen in Frankfurt vorgelegt und einen Bedarf von 900 Millionen Euro ermittelt. Ein Neubau wäre wohl sehr viel preiswerter. Sie bemängeln immer wieder die...
Der Kampf mit einem «unsichtbaren Feind» (Zitat u.a. Angela Merkel) bringt uns alle in Lebenssituationen, die gleichermaßen ungewohnt wie ungemütlich sind, und so fremdeln wir alle – mehr oder weniger elegant, mehr oder weniger gekonnt – mit dem «neuen Normal» der (Post-)Corona-Realität. Sichtbares Accessoire dieses Kampfes, gewissermaßen Signum der eigenen...
