Alles zugleich
Einen sadistischen Tanzmeister, einen schüchternen DJ und drei barfüßige pathetische Ballerinen, ein paar Handtücher und einen Laptop – mehr braucht Michael Laub nicht, um den Kreis der Verbindungen von Tanz und Tod begrifflich abzuschreiten. Da ist die Geschichte der Ballerina, deren Tutu an der Gasbeleuchtung der Bühne Feuer fing: Von da an hielten die Theater nasse Handtücher bereit, und so entstand das Sprichwort vom «Wet Blanket», der «Spaßbremse» – angeblich.
Da ist der Skelett-Tanz aus dem «Wizard of Oz», der sich wie ein roter Bewegungsfaden durchs Stück zieht: Schritt, Schritt, Kniewackeln, Fingerschnippen, Schritt, Schritt ... Regelmäßig fallen Schüsse und brechen Frauen zusammen. Tot oder lebendig, wahr oder gelogen, süß oder grässlich, herrlich oder peinlich, lauten die Fragen dieses Abends: Alles zugleich, lautet die einzig richtige Antwort.
Ganz in Schwarz und Weiß gehalten ist Michael Laubs neues Stück «Death, Dance and Some Talk». Die ebenso simple wie schlagende Symbolik der Szenerie ist Konzept. Nichts ist hier dem Zufall überlassen – ganz wie bei dem ähnlich konsequenten französischen Konzeptualisten Jérôme Bel –, nichts dem Auge des detailversessenen ...
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Jetzt geht die Party richtig los. Tisch 2 rechts vorn dreht ab. Bis jetzt war ja die reifere Dame mit dem charmant nach Ungarn, vielleicht auch nach Baltikum klingenden Akzent vor allem eine treue Helferin für den Künstler, der da zwischen den Tischen im kleinen Festsaal gerade zwei Halbzeiten lang eine der haltbarsten Ikonen nachkriegsdeutscher Humor-Geschichte...
Aachen, Grenzlandtheater
Kasse: 00 41/1/261 21 79
22. von Kürthy, Mondscheintarif
R. Ulf Dietrich
Aachen, Theater
Kasse: 0241/47 84 244
14. Williams, Die Glasmenagerie
R. Bernadette Sonnenbichler
22. Tabori, Mein Kampf
R. Ewa Teilmans
Aalen, Theater der Stadt
Kasse: 07361/522 600
2. Schimmelpfennig, Idomeneus
R. Ingmar Otto
8. Brecht, Die heilige Johanna der Schlachthöfe
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