Zurüstungen für den Populismus

Matthias Lilienthal hielt sein Versprechen, bei den Hamburger Lessingtagen Streitbares zu präsentieren: von jungen Rechten aus Graz bis zu Milo Raus «Prozess gegen Deutschland»

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Mich interessiert der Streit.» Das hatte Matthias Lilienthal bei der Antrittspressekonferenz von Sonja Anders im Thalia Theater Hamburg gesagt. Im April 2025 hatte ihn die neue Intendantin als Leiter der Lessingtage vorgestellt. Ihn, der unter anderem viele Jahre Chefdramaturg an der Berliner Volksbühne war, in den Nuller Jahren das Berliner Freie-Szene-Haus HAU geleitet hat, zwischendurch Theater der Welt (2002, 2014) orga -nisiert und von 2015 bis 2020 den Münchner Kammerspielen eine Grundrenovierung verpasst hat.

Ihn, den manche den «Quertreiber aus Berlin» nennen und dessen äußeres Markenzeichen eine wirre Frisur und eine eher berufsjugendliche Trainingsjacke ist.

Nach 16 Tagen Festival kann man sagen: Lilienthal hat Wort gehalten. Mit seiner ersten und zugleich letzten Ausgabe der Lessingtage – er wird im Herbst dieses Jahres als Intendant die Berliner Volksbühne übernehmen – ist ihm ein streitbares Festival gelungen.

Vom 31. Januar bis zum 15. Februar waren im Haupthaus des Theaters, in der Nebenspielstätte Gaußstraße und in der neuen Spielstätte Box sieben nationale und internationale Gastspiele zu sehen sowie ein dreitägiger «Prozess gegen Deutschland».

Jagoda Marinic, ...

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Theater heute April 2026
Rubrik: Festival, Seite 42
von Katrin Ullmann

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