Zukunft Tansania?

Der Theaterhunger des Publikums rettet das Athen- und Epidauros-Festival: Leiter Yorgos Loukos über Theater im griechischen Krisensommer

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Yorgos Loukos sieht eine Spur angestrengter aus als im vo­rigen Jahr. Aber er ist immer noch Optimist, und er möchte lieber von Künstlern schwärmen, die er liebt, als über Schwierigkeiten und Kapitalkontrollen reden, die er nicht ändern kann. Und außerdem: Es muss weitergehen. Diesen Satz hört man in Athen in diesem Sommer sehr oft.
Ich treffe ihn am Morgen des 1. August in Epidauros.

Während der vergangenen sechs Wochen seines Festivals wurden in Griechenland die Banken geschlossen, eine Kapitalkontrolle eingeführt, die Bevölkerung in einem Referendum vor die Wahl JA oder NEIN zu neuen europäischen Sparauflagen gestellt, was das Land in einer Art postmodernen Bürgerkrieg spaltete und ein stolzes NEIN erzielte. Der Euphorie folgte eine dramatische Woche der Verhandlungen und Erpressungen in Brüssel, in denen Alexis Tsipras auf schmerzhafte Weise das NEIN in ein JA verwandeln musste.


Stefanie Carp
Wie konnte das Festival über­leben in diesen schwierigen Zeiten?
Yorgos Loukos Ich bin beeindruckt und bewegt, dass die meisten Künstler und Kompanien wie Romeo Castellucci, das Noh Theater oder She She Pop aus Deutschland gesagt haben: Don’t worry. Bezahle uns, wann du kannst und was du ...

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Theater heute Oktober 2015
Rubrik: Ausland, Seite 46
von Stefanie Carp

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