Wenn du schwimmen willst: schwimme
zügelung der sprache ist es wozu der westliche mensch am wenigsten geeignet scheint /
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eine junge frau auf dem rücken liegend. nackt. beine offen. vor ihrer scham eine riesige halbierte melone. sie, die melone, wird gefingert, geleckt – endlos. duschen geht nicht. wohl kein wasser da in taipeh. dafür überall melonen. schwimmen im fluss zusammen mit leichen, einmal kommt auch der regisseur vorbei: tsai ming-liang. der film heißt WAYWARD CLOUD.
er ist so stilsicher wie lakonisch. wenn tsai keine lust mehr hat auf melonen, gibt es musicalszenen.
dazu eine fast statische kamera und viel zeit. tsai sagt dazu: «ich will in die tiefe. wer zuviel sieht, hat am ende gar nichts gesehen.» tsai kommt aus malaysia. er arbeitete als regisseur und produzent beim theater, bevor er zum film kam. in RIVER von 1997 trifft der hauptdarsteller auf der rolltreppe auf eine regieassistentin. danach gibt es sex im hotel. sie wird man nicht mehr wiedersehen. er aber wird krank, schwerkrank. der film handelt vom versuch der heilung und deren unmöglichkeit in dieser gesellschaft. natürlich sind alle einsam. irgendwann treffen vater und sohn sich in der schwulensauna. der vater befriedigt seinen ...
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