Weltteig in den Mündern

Katja Brunner «Die Hölle ist auch nur eine Sauna»

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Seit Adam und Eva beginnt alles mit einem Trauma – Geburt. Was danach folgt, sind Lektionen fürs Leben. Ungefähr so läuft es im allgemeinen und auch im konkreten Fall: Die Empfängnis war zwangsläufig, und gegen die nachfolgende Schwangerschaft konn­te sie nichts unternehmen. Also rüstet die Mutter ihr Kind noch vor der Geburt für ein anderes Leben. Gehorsam befolgt es ihren Rat, sich nicht den Kleinfamiliengürtel um­zulegen, aus dem Verlies auszubrechen, einen Helm aufzusetzen und nach draußen zu gehen.

Brav verweigert es auch die Entscheidung für ein Geschlecht, es wird Hermi, ein Hermaphrodit.Seine Mutter sitzt unten fest in der Geschlechter- und Mutterschafts­falle bei ihrem Vater, der gleichzeitig der Vater ihrer Kinder ist. Statt Tageszeiten gibt es dort Geburtenzyklen, Hermi war Nummer 13, Num­mer 14 überlebt nicht. Die Familie lebt tief unter der Erde, mitunter lodert hier Höllenfeuer, manchmal gibt es auch bessere Tage.

Unschwer lässt sich der Fall Fritzl in «Die Hölle ist auch nur eine Sauna» erkennen, wenn Katja Brunner eine horizontale Trennlinie zwischen dem Haus oben und «der da unten im hauseigenen Verlies» zieht. Das Haus ist umgeben vom Universaldorf oder auch ...

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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 175
von Martina Grohmann/Marie Bues

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