Warum nicht Robbie Williams?
Wenn ein 12-jähriges Mädchen ohne Gegenwehr zulässt, dass ein erwachsener Mann Sex mit ihr hat. Wenn dieses Mädchen dem Mann sogar nachgestellt und ihn bedrängt hat. Wenn sie schließlich von zuhause fortläuft, um mit ihm zu fliehen. Ist das dann sexueller Missbrauch oder so etwas wie Liebe?
Ray war vierzig, als er bei einem Grillfest im Nachbargarten Una kennenlernte. Sie war an diesem Tag gedrückter Stimmung, und er bemühte sich, sie aufzuheitern. Die Aufmerksamkeit dieses Erwachsenen gefiel Una.
«Ich wollte, dass du mein Freund wirst», erinnert sie sich fünfzehn Jahre später. «Ich wollte neben dir im Auto sitzen und in die Stadt kutschiert werden. Und dass mich alle sehen.» Ray versuchte, diese Schwärmerei zunächst abzuwehren. Dann traf er sich doch mit Una. Im Park. Sie war es, die ihn ins Gebüsch lockte. Er aber brachte die Decke mit und öffnete ihren Reißverschluss. «Du wusstest, was Liebe ist», blickt er zurück. «Du wusstest, was du wolltest.»
«Blackbird» heißt David Harrowers neues Stück, das letzten Sommer unter der Regie von Peter Stein beim Edinburgh Festival uraufgeführt wurde. Blackbird bedeutet Amsel, und die ist, informiert das Programmheft der Schaubühne, an der ...
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Woody, der Unglücksrabe» nannte der deutsche Verleiher Allens «Take the money and run», als er 1975 mit sechs Jahren Verspätung in die deutschen Kinos kam. In den Jahren zuvor war Woody Allen mit Filmen wie «Was Sie schon immer über Sex wissen wollten» und «Der Schläfer» als anarchischer Slapstick-Komödiant bekannt geworden, worin der Grund für die vorgebliche...
Ein Schubladendasein brauchen junge Autoren, die heute für die Bühne schreiben, längst nicht mehr zu fürchten. Nach Zeiten stiefmütterlicher Vernachlässigung kann man inzwischen fast schon von einem besonders innigen Verhältnis zwischen dem schreibenden Nachwuchs und den texthungrigen Theaterinstitutionen sprechen. Nicht zuletzt hofft man, mit den Stücken der...
Sein Haus, seine Gäste, seine Frau. Der Mann, Jean Hervey, ist zufrieden. Der Zuschnitt, den er seinem Leben gegeben hat, ist auf korrekte Weise luxuriös. Von einem wohlhabenden Erwerbsbürger dieser Jahre um 1900 erwartet man nichts anderes. Und das wärmt sein konformitätsbedürftiges Herz, was wiederum die stärkste Emotion sein dürfte, derer er fähig ist.
Mit...
