Wachsen an der Katastrophe

Sören Hornungs «Arche NOA – Das Ende vom Schluss» am Theater Chemnitz

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Die letzte Hoffnung ist der Super-Supermarkt, während draußen ein todbringender Nebel die Welt verschlingt. Doch dummerweise ist das Einzige, was im Supermarkt noch zählt, der angezählte Hyperkapitalismus, wie die ehemalige Aushilfe Simone (Katka Kurze) dem gestrandeten Anwalt und ehemaligen Milchbauern Dietmar (Martin Esser) klar macht: «Hättest du gesagt, dass du Geld hast, hätte ich dich längst reingelassen, wir sind ja schließlich keine Unmenschen.» Solange er kauft, kann er bleiben, denn der Kunde ist König.

Später stoßen noch, man beachte den Namen, Karl Schmidt (Alexander Ganz-Kuhl), ein ehemaliger Drohnenpilot und Verkäufer von 3-D-Druckern, sowie eine blutrünstige Erzieherin und ein desillusionierter Gott (Christine Grabsch) hinzu. 

Ein klassisches Kammerspiel-Setting, doch Autor Sören Hornung will mit «Arche NOA – Das Ende vom Schluss» etwas anderes. Das mit dem Chemnitzer Theaterpreis für junge Dramatik 2020 ausgezeichnete Stück hatte in der Regie von Matthias Huber nachträglich seine Uraufführungspremiere im Stream des Theaters Chemnitz. Der Preis hatte seinerzeit für Verwunderung gesorgt, weil Hornung bereits für sein Vorgängerstück mit derselben Auszeichnung bedacht ...

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Theater heute Juli 2021
Rubrik: Aufführungen, Seite 19
von Torben Ibs

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