Von leuchtenden Mäusen und träumenden Menschen

Roland Schimmelpfennig: «Ende und Anfang»

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Roland Schimmelpfennig hat einmal gesagt, Theater sei «Faxenmacherei». Seitdem aber seine Stücke immer mehr die deutschen Bühnen bevölkern, geheimnissen die Bühnenkünstler, eifrig sekundiert vom erwartungsvollen Feuilleton, viel in die angeblich raunenden, nicht enträtselbaren, überdies naturgemäß postmodernen Texte hinein. Denn Schimmelpfennig ist in der Art, wie er seine Geschichten konstruiert, tatsächlich einer derjenigen, der das Konstruieren schlimmer treibt als jegliche Theaterpolizei es erlaubt.

Und kaum hat er als Mechanicus seine Tinguelysche Maschine gebaut, zerschlägt er sie mit dem Hammer, dekonstruiert sie also und ordnet die Splitter und Fetzen dann so, dass sie ein höchst bewusstes Vexierbild von Wirklichkeit abgeben.
Das ist tatsächlich ästhetisch und philosophisch höchst vergnügliche «Faxenmacherei», denn es entsteht ein bewusst komponierter Zufall, der dann natürlich gar keiner mehr ist, sondern vielmehr ein gewissermaßen ins Metaphysische gehobenes Gelächter über die Welt auslösen kann. So auch in der mittlerweile zu einiger Berühmtheit gelangten Geschichte vom silbernen Löffel in seinem Stück «Auf der Greifswalder Straße». Hier schlägt der sogenannte Zufall ...

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Theater heute Jahrbuch 2006
Rubrik: Neue Regeln, Seite 158
von Joachim Lux

Vergriffen
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Vorab die gute Nachricht. Wir befinden uns nicht in einem «Krieg der Kulturen». Jedenfalls nicht in einem zwischen «dem Westen» und «dem Islam». Und wenn wir vom radikalen politischen Islam sprechen, der unter Migranten-Jugendlichen in westlichen Gesellschaften um sich greift, handelt es sich dabei nach wie vor um eine Sache von kleinen Minderheiten unter den...

Uraufführungen und Erstaufführungen der Spielzeit 2006/2007

Uraufführungen

A Herbert Achternbusch Herz und Kopf (Nationaltheater Mannheim)

Woody Allen Sweet and Lowdown (Theater Krefeld-Mönchengladbach)

Melanie Arns Heul doch! (Theater Bielefeld)


B Lukas Bärfuss Die Probe (Münchner Kammerspiele), Marc Becker Terror-Programm (Arbeitstitel, Staatstheater Oldenburg), Thorsten Becker Katte (Hans-Otto-Theater Potsdam), Sibylle...

Regeln des Jahres

Was für Regeln gelten für die 38 Kritiker, die auch in dieser Spielzeit wieder die Schauspieler, Inszenierungen, Stücke und Bühnen des Jahres gewählt haben? Eigentlich keine, außer dass sie ihre Voten rechtzeitig einsenden müssen. Ansonsten sind sie nur sich, dem Theaterhimmel über ihnen und ihren persönlichen Regelwerken verpflichtet.
Auf den folgenden Seiten das...