Veni, Vidy, Vici

René Gonzales hat das Théâtre de Vidy in Lausanne zu einer einzigartigen Pro­duktionsstätte für internationale Theater­macher von Luc Bondy über Heiner Goebbels bis Bob Wilson gemacht

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Seit 19 Jahren leitet René Gonzales das Théâtre de Vidy in Lausanne und hat es zu einer in Europa einzigartigen Produktions­stätte gemacht. Das Haus hat kein eigenes Ensemble, aber es produziert und koproduziert unentwegt – bis zu drei Dutzend Inszenierungen sind pro Spielzeit zu sehen, und mit den vielen Gastspielen in aller Welt kommt das Thea­ter auf gut 400 Vorstellungen im Jahr. Viele Regisseure schwören auf Vidy, ziehen es allen anderen Bühnen vor oder arbeiten ausschließlich dort.

Was ist das Geheimnis dieses Orts, der funk­tioniert wie ein Produktionshaus der Freien Szene, nur in ganz anderen Dimen­sionen?
 

Ein temporärer Ort auf Dauer

«Es beginnt mit der Leichtigkeit des Gebäudes, das in Licht gebadet ist», sagt Gonzales, «eine große Bühne in einem fast intimen Saal – alles ist leicht, funktional und dienend. Unsere Philosophie, unsere Arbeitsweise ist wie dieses Gebäude.» Und er zitiert den Satz von Jean Vilar, den er zu seinem Wahlspruch gemacht hat: serviteur oui, valet non. «Wir sind eine kleine, schlagkräftige Truppe, es gibt acht Büros, mehr nicht. Wir bieten ein hochprofessionelles Umfeld, gute Organisatoren, kompetente Techniker, die alles versuchen, um den Traum, ...

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Theater heute März 2009
Rubrik: Magazin, Seite 58
von Renate Klett

Vergriffen
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