Unverschämt hoffnungsvoll
Quiara Alegria Hudes hat mit «Water by the Spoonful» ein well-made play geschrieben, das die reale mit der virtuellen Welt verbindet. Wie viele amerikanische Stücke handelt auch dieses von einer Familie und deren vielen kleinen Dramen, die langsam nacheinander aufgedeckt werden. Besonders wird das dadurch, dass die Familiengeschichte um eine virtuelle zweite «Familie» erweitert wird, die die reale Welt immer stärker beeinflusst. 2012 erhielt Frau Hudes für «Water by the Spoonful» den Pulitzer-Preis.
Elliot Ortiz arbeitet für eine Sandwichkette und hin und wieder als Model.
Eigentlich sieht er sich als Schauspieler, aber so richtig bekommt er die Füße nicht auf den Boden. Aus dem Irak-Krieg ist er mit einer Beinverletzung zurückgekehrt, und in Folge falscher Behandlung war er tablettensüchtig. Seit seiner Zeit als Soldat wird er von Halluzinationen verfolgt. Er versucht diesen Erscheinungen auf den Grund zu gehen und wird dabei unterstützt von seiner Cousine Yazmin, mit der ihn ein fast geschwisterliches Verhältnis verbindet.
Yazmin ist zwar beruflich als Musikhochschuldozentin erfolgreich, aber privat läuft es gerade gar nicht gut: Sie ist frisch geschieden und steht jetzt ohne ...
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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 180
von Jörg Vorhaben
Eine der beglückendsten Lektüren der letzten Jahre war für mich die von John Alec Bakers «The Peregrine» über ein Wanderfalkenpaar im Osten Englands. Baker, der die Falken drei Jahreszeiten lang beobachtete, beschreibt sie mit so leidenschaftlicher Genauigkeit, dass man das Gefühl hat, er identifiziert sich mit ihnen, verschmilzt mit ihnen und beginnt, die Welt von...
Die neuen Stücke des nächsten Jahres, empfohlen von den professionellen Stücke-Lesern und -Anwälten des deutschsprachigen Stadt- und Literaturtheaters.
Dramaturgische Ein- und beste Aussichten auf neue Texte von Katja Brunner, Dietmar Dath, David Gieselmann, Noah Haidle, Anja Hilling, Quiara Alegria Hudes, Anna Jablonskaja, Elfriede Jelinek, Fritz Kater, Dani Levy,...
Wenn ein Mann von der Statur des Schauspielers Peter Kurth sich das offene Jeanshemd unter der Brust zusammenknotet, kann das eigentlich nur zweierlei bedeuten. Entweder zeugt diese Maßnahme, die seinen imposanten Bauch effektvoll in Szene setzt, von penetrantem Selbstbewusstsein und virilem Zeigestolz: «Hier, seht her, alles meins!» Oder aber sie signalisiert:...
