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Bettina Hoppe träumt von einem Theater, das allen gehört

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Eine der beglückendsten Lektüren der letzten Jahre war für mich die von John Alec Bakers «The Peregrine» über ein Wanderfalkenpaar im Osten Englands. Baker, der die Falken drei Jahreszeiten lang beobachtete, beschreibt sie mit so leidenschaftlicher Genauigkeit, dass man das Gefühl hat, er identifiziert sich mit ihnen, verschmilzt mit ihnen und beginnt, die Welt von oben zu sehen. Den Leser nimmt er mit in die Luft. Ein Falken-Lebensgefühl überwältigte mich.

Das Buch beginnt mit dem Satz: «The hardest thing of all to see, is what is really there.

»
Jeder kennt das wahrscheinlich von früheren Zeichenversuchen: Man betrachtet etwas, versucht dann, es auf Papier zu übertragen, aber was dabei herauskommt, hat sehr wenig mit dem zu tun, was man gesehen hat. Das Wesen ist nicht getroffen. Woran liegt es? Vielleicht hat es an Technik gefehlt. Vielleicht hat man zu viel gewollt, zu schnell gezeichnet. Vielleicht aber auch: nicht genau genug empfunden, was das, das man da sieht, wirklich für einen bedeutet.

Das Gleiche gilt fürs Theater. Um zu zeigen, was wirklich da ist, und im Zuschauer das Bedürfnis zu wecken, einem zu folgen – weil er fühlt, dass die Schauspieler wissen, was sie tun –, ...

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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Reale Utopien, Seite 16
von Bettina Hoppe

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