Umarmung für den Apparat

In Stuttgart thematisieren She She Pop mit «Einige von uns» die Arbeit im Stadttheater

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Einige von uns waren an diesem Abend in Stuttgart. Einige von uns haben gelacht, gegrübelt, geklatscht. Einige von uns haben sich gefragt, warum man sich am Schluss trotzdem nicht anders fühlt als nach einem normalen Theaterabend.

«Einige von uns», so heißt das Projekt der Performancegruppe She She Pop – vor vielen Jahren gegründet von Studenten der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen – am Stuttgarter Schauspiel.

Es geht um Veränderung, es geht um Haltungen zur Kunst und der damit verbundenen Arbeit, und los geht es eigentlich ziemlich normal: im Zuschauerraum, wo sich die Zuschauer setzen – nur ohne Platzkarte. Der eiserne Vorhang dient als Projektionsfläche für ein Video, das auf den Abend einstimmt: Impressionen aus den Eingeweiden des Theaterbetriebs. Der Videofilmer Tobias Dusche hat Stillleben eingefangen, zum Teil fast unbewegte, aber hochästhetische Einstellungen, die er etwa in der Malerwerkstatt, im Kostümfundus, am Bühneneingang, in der Waschküche oder in der Schneiderei aufgenommen hat. Oft sind es nur Geräusche – das Rattern von Maschinen, Gesprächsfetzen –, manchmal einzelne Handgriffe – ein Hammer, der auf einen Amboss saust – oder automatisierte Abläufe – ...

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Theater heute Juli 2015
Rubrik: Aufführungen, Seite 18
von Kristin Becker

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