Über Spielregeln

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Was soll man heute unter realistischem Theater verstehen?
Brecht hat Vorschläge gemacht, sie haben sich leider überholt. Wenn die Sinnproduzenten auf dem Trockenen sitzen, die Werte immer unbezahlbarer werden und der Fortschritt Pause macht, müssen sich Kunst und Leben neu sortieren. Schließlich kann man nicht immer nur Tschechow spielen, und Bürgerspiele sind auch keine Patentlösung. Wer die Zeit aushalten will, muss sie erst einmal anhalten.

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Theater heute Jahrbuch 2006
Rubrik: Über Spielregeln, Seite 106
von

Vergriffen
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Regeln des Marktes

Viele Intendanten durchaus großer Bühnen im Land stöhnen schon lange. Gegen den Sog nach Berlin haben sie selbst bei attraktiven Angeboten schlechte Karten. Das (Arbeits-)Leben in der Hauptstadt ist für viele Schauspieler und Schauspielerinnen so verlockend, dass sie sich auch ohne festes Engagement auf den Weg machen. Vorbei die Zeiten des föderalen...

Equilibrist der Aussparung

Unglaublicherweise liefern Familienaufstellungen noch immer die besten Daten, um herauszufinden, wer wir sind. Wir erfahren etwas über die unbekannten Bedingungen der Möglichkeit, andere wahrzunehmen und mit anderen zusammenzusein. So unpersönlich, wie Fosse die Sache in seinem neuen Stück «Besuch» angeht, wird daraus rasch ein Experiment mit Laborcharakter. Wenige...

Regeln des Zusammenlebens

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Ein Bereich jenseits des instrumentellen Denkens, der Ideologisierungen, der Zwecke und Verfügungen? Gar ein Ort des Kreativen, des lustvollen Ausprobierens, Vordenkens, möglichen Scheiterns?

Aber nicht doch. Es gibt schließlich Regeln! Man muss sich zwar nicht dran halten, aber man sollte sie...