Tschüss, Prenzlauer-Berg-Museum!
TH Die Nachricht von Ihrem Wechsel nach Stuttgart zur Spielzeit 2013/14 hat uns überrascht. Schließlich haben Sie erst vor zwei Jahren bis 2016 am Maxim Gorki Theater verlängert. Was sagt denn Klaus Wowereit zu Ihrer Entscheidung?
Armin Petras Er hat im Pluralis Majestatis gesagt: «Wir wünschen ihm alles Gute.» Ein großer Staatsmann. Da hat er mich wirklich geplättet.
TH Im selben Raum? Face to face?
Klaus Dörr Natürlich!
TH Und wann fand dieses Gespräch statt?
Dörr Am 20. Oktober.
Den Brief, in dem wir die schwierige finanzielle Lage des Gorki erläutert und um ein dringendes Gespräch gebeten haben, hatte ich am 5. Juli kurz vor der Sommerpause geschickt. Darauf hieß es noch, der Senat würde sich direkt nach der Sommerpause, Mitte August, melden – was auch geschah, um uns mitzuteilen, dass der Termin sich wegen des Wahlkampfs noch weiter, bis nach dem 18. September, verschieben werde. Daraus wurde dann der 20. Oktober.
TH Da müssen wir jetzt aber trotzdem etwas kleinlich nachhaken: Vertragstreue bedeutet Ihnen gar nichts? Sie hatten sich doch immerhin bis 2016 gebunden. So verlockend das Stuttgarter Angebot auch sein mag: Macht man das eine denn nicht erst fix, wenn das andere geklärt ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Dezember 2011
Rubrik: DIE MÜHLEN DER EBENE, Seite 30
von Gespräch K. Dörr, A. Petras
Mit neuer Dramatik sind Münchner Theatergänger in den letzten Jahren nicht allzu oft konfrontiert worden. Johan Simons pflegt an den Kammerspielen als Uraufführungen, ganz im Stil des Vorgängers Frank Baumbauer, vor allem Roman- und Filmbearbeitungen, wenn sich nicht gerade ein neues Werk von Elfriede Jelinek oder René Pollesch bietet oder Sebastian Nübling Lust...
An einem verregneten Sommerabend Ende der neunziger Jahre kehrte dieser heimatlose Odysseus nach München zurück – nicht an eines der beiden großen Bühnengestade dies- und jenseits der Maximilianstraße, an denen Heinz Bennent in den siebziger und achtziger Jahren der hellste und fernste Stern gewesen war: am Residenztheater als Ingmar Bergmans Andersen in Per Olov...
Zum gerade gefeierten 70. Geburtstag hat ihm seine Frau eine Reise auf den Spuren der Kindheit geschenkt. Bevor Gert Voss aber zu Schiff ins Chinesische Meer stach, hat Ursula Voss nach den auf Band gesprochenen Lebenserzählungen ihres Schauspielermannes ein Buch in seinem Namen geschrieben: «Ich bin kein Papagei», Untertitel «Eine Theaterreise». Und natürlich...
