Stuttgart: Panoptikum der Verlierer
Diese Inszenierung nervt. Sie ist laut, schrill, obszön. Sie veralbert und verschalkt ihre Figuren. Sie übertreibt in ihren Mitteln, scheint kein Maß und keine Sensibilität zu haben. Und doch trifft es die Inszenierung in einem Punkt genau: ein Grundgefühl dafür zu schaffen, was das Leben in Israel und Palästina ausmacht – immer am Abgrund, immer aber auch mitten im Sein. Es kann keine Normalität geben, wo Krieg und Frieden permanent ineinander verschlungen sind.
Aber es gibt menschliche Bedürfnisse, weil eben keine Bestien, sondern Männer und Frauen an diesen Fronten töten, sterben, lieben.
In «Mord», dem jetzt in Stuttgart erstaufgeführten Stück des 1999 verstorbenen israelischen Dramatikers Hanoch Levin, geht es natürlich um den ewig währenden Gewaltkreislauf, aber auch um den unbändigen Wunsch nach Leben, der beide Seiten eint. In einem Reigen von Begegnungen erzählt Levin vom kurzen Glück und langen Unglück, das die Menschen in dieser Region immer wieder befällt. Drei israelische Soldaten haben einen palästinensischen Jungen gefoltert und getötet, weil eben Krieg ist, und der Bote, der den Frieden ausruft, einen Augenblick zu spät kommt. Der Vater des Jungen wird aus Rache ein ...
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Theater heute Mai 2015
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Kristin Becker
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Fritz Kater schlägt in seinem neuen Stück «Buch (5 Ingredientes de la Vida)» den ganz großen Bogen vom Amerika der Nachkriegszeit in die Gegenwart der alten Utopien: der Stückabdruck und die Uraufführung in München
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Was sie...
Unerträglich lange Umarmung
Aus dem Russischen von Stefan Schmidtke
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Relativitätsprinzip der speziellen Relativitätstheorie, Albert Einstein
Siehst du den blauen Punkt, mein Sohn? Geh da hinein.
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