Steile These
Zu den besten Szenen von «Echtzeitalter» gehört jene, in der ein paar Schüler in der großen Pause verbotenerweise das Schulgelände verlassen. Sie haben ihr Exemplar der Stifter-Erzählung «Brigitta» zu Hause vergessen und wollen in einer nahe gelegenen Buchhandlung Ersatz besorgen. Alles läuft nach Plan, vor Ort aber müssen sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass «Brigitta» in dem Laden nur als Suhrkamp-Taschenbuch vorrätig ist. Die Rettungsaktion ist damit gescheitert, denn der strenge Deutschprofessor Dolinar akzeptiert nur Reclam-Hefte.
Dieser Dolinar, der wegen jeder Kleinigkeit drakonische Strafen («450 Wörter über das Öffnen und Schließen von Türen») verhängt, ist eine anachronistische Figur. Früher – man denke an Friedrich Torbergs Roman «Der Schüler Gerber» – haben sich Gymnasiasten wegen solcher Pädagogen noch das Leben genommen. Davon ist Till Kokorda, der Protagonist von Tonio Schachingers Roman «Echtzeitalter», weit entfernt. Er ist ein eher unauffälliger Schüler des «Ma -rianums» (ein Wiener Elitegymnasium, das in Wirklichkeit Theresianum heißt), verliert früh den Vater und interessiert sich hauptsächlich für ein Strategie-Computerspiel namens «Age of Empires II». Er ...
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Theater heute Februar 2025
Rubrik: Chronik, Seite 57
von Wolfgang Kralicek
Die Gegenwart liefert. Dramatisches Material, so weit das Auge reicht: Eben noch wurde der mittlerweile vorbestrafte Donald Trump erneut zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt, jetzt spricht sein neuer Buddy und künftiger Schleifer demokratischer Institutio -nen, zufällig der reichste Mann der Welt, Wahlempfehlungen für die AfD aus; steuert...
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Raphaela Bardutzky Ich hoffe mal, dass mein Vermieter nicht «Theater heute» liest. Ich lebe in der Münchner Innenstadt, zehn Minuten zu...
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23. Kressin, Rhythm Is a Dancer (U)
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28. Higgins, Harold und Maude
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