Standbein, Spielbein
Theater heute Das Theater hat sich verändert und fordert mehr Flexibilität von seinen Schauspielern. Einerseits in Richtung Performance und soziokulturelle Verantwortung, andererseits in Richtung Film und Fernsehen. Ulrich Matthes, entspricht das auch Ihrer Berufserfahrung? Hat sich überhaupt so viel verändert?
Ulrich Matthes Ich bin ja geradezu ein Paradepferdchen für das Gegenteil, den altmodischen Weg durch die Provinz, für den ich selbst immer wieder Werbung mache und den ich nach wie vor gesund finde. Ich hab hier in Berlin am Kleinen Theater am Südwestkorso angefangen.
Ich habe am Renaissance-Theater mit Maximilian Schell gespielt, in der Kudamm-Komödie mit Harald Juhnke. Dann hat mich der kürzlich verstorbene Joachim Fontheim nach Krefeld engagiert, und da hab ich anderthalb Jahre lang alles gespielt. Mit diesen schauspielerischen Muskeln konnte ich anschließend in Düsseldorf den Druck gut aushalten. Dann ging Günther Beelitz nach München, Dieter Dorn engagierte mich auf die andere Straßenseite, ich bekam ein Angebot von der Schaubühne und vom Burgtheater und entschied mich für die Schaubühne. Stüfchen für Stüfchen ging das, ganz klassisch. Was mich von vielen jungen ...
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Es gibt Heerscharen von Schauspielern hier am Rio de la Plata. Sie stehen Abend für Abend auf einer von nahezu vierhundert Bühnen, verdienen mit Schauspielunterricht etwas Geld und halten sich mit anderen Brotjobs über Wasser. Und es gibt diese Mischwesen, die gleichzeitig Autor, Regisseur und Schauspieler sind. Alejandro Tantanian ist einer der bekanntesten. Und...
Bis vor kurzem residierte sie noch in einem großen, etwas schummrig beleuchteten Raum, der mit seinen langen Arbeitstischen fast einem Großraumbüro glich. Obwohl auf Grund der Gesamtmorbidezza des Gebäudes wahrscheinlich niemand auf die Idee gekommen wäre, es je so zu nennen. Unterstrich doch die Arbeitssituation eher den Familiencharakter des Unternehmens...
Nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Nach zehn Jahren haben wir das Erscheinungsbild von «Theater heute» gründlich überarbeitet. Das abbildungsfreundliche Heftformat, deutlich breiter als die üblichen DIN-Formate, wird im Layout wieder aufgenommen, die Schrift läuft lesbarer, drohende Bleiwüsten werden systematisch bewässert. Da die klassische...
