Stabile Lebensbeziehung
Immer noch versammeln wir uns in und vor Guckkastenbühnen, um den Menschen zu betrachten. Aber es gibt auch offenere Situationen, in denen die Zuschauer sich auf der Bühne befinden und sich mit den Akteuren mischen, selbst zu Betrachteten oder zu
aktiven Teilnehmern werden. Es gibt Theater, das keine Bühne braucht, sondern sich an öffentlichen Orten ereignet und manchmal erst nach einer Weile als Theater zu erkennen ist.
Es gibt Theater, das keine Schauspieler braucht, sondern «Experten des Alltags», Theater, das sich nicht mehr über den Menschen vermittelt, sondern über Medien, Musik und bildnerische Mittel. Das Theater hat sich längst vermischt mit anderen Künsten.
Wenn ich von meinem Beruf, dem der Schauspielerin, zu erzählen versuche, müssen wir uns also bitte im Klaren darüber sein, dass ich zur Vertreterin eines Begriffs werde, der weit gefasst und nicht geschützt ist. Und ich kann naturgemäß nur von mir sprechen. Sicher hat jeder Kollege eine andere subjektive Wahrnehmung vom Beruf; also bitte: Nageln Sie mich nicht fest!
Das Arbeitsamt beschreibt den Beruf des Schauspielers – ganz objektiv – so: «Schauspieler und Schauspielerinnen verkörpern Charaktere in Bühnenaufführungen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Freiraum Theater!, Seite 10
von Wiebke Puls
Steigt man am Flughafen Krakau in einen Wagen und fährt Richtung Südosten, gelangt man bei guter Ortskenntnis nach knapp drei Stunden in ein Dorf in den Beskiden. Hier beginnt die Welt hinter Dukla, in der Andrzej Stasiuk zu Hause ist. Wo sich heute der polnische Nationalpark Magura in den Ostkarpaten erstreckt, verlief vor 100 Jahren noch die Grenze zwischen...
März 2005 Meine Ernennung zum neuen Intendanten für das Staatstheater Mainz. Die Losung heißt: «Auslastung ist nicht alles.» Wichtig sei die überregionale Strahlkraft. Das Theater soll der «Leuchtturm» des Landes sein.
Mai 2005 Der damalige Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur in Rheinland-Pfalz und Vorsitzende des Aufsichtsrates der...
Felicia Zeller hat sich auf Sprachsuche begeben in den Floskeln und Redewesen unserer hippen Dauerkreativen, denen Kunst und Leben im Selbstvermarktungsstress verschwimmt. Da fühlen sich die Kritiker unserer Jahrbuch-Umfrage sofort angesprochen: «X-Freunde» ist das Stück des Jahres!
