Sprengen ist eine Option
Drei Theater, drei Städte, ein Thema, so lässt sich das Konzept von «Industriegebietskinder» zusammenfassen, dessen Ergebnisse im Mai in Halle präsentiert wurden. Das Kinder- und Jugendtheater Dortmund, das Thalia Theater Halle und das Theater Strahl aus Berlin haben im letzten Jahr begonnen, ihre jeweilige Industriegeschichte in verschiedenen Beteiligungsformaten für das Theater nutzbar zu machen.
Ob Kruppsche Industrieschmieden, Elektrowerke oder Chemiekombinate, in allen drei Gebieten stellt sich heute die Frage des Strukturwandels und damit die nach dem Maß des Bewahrens und den Möglichkeiten von Zukunft. Die Ergebnisse der drei Häuser wurden auf einem einwöchigen Festival in Halle gezeigt – themengerecht in einem alten Gasometer.
Den ersten Aufschlag machten die Gastgeber, die sich – nicht zum ersten Mal – das Phänomen Halle-Neustadt vornahmen, eins jener Vorzeigeplattenbaugebiete, mit denen die DDR nicht nur den neuen Menschen formen, sondern auch ihr Wohnungsproblem kostengünstig lösen wollte. Der Prototyp sozialistischen Wohnens gilt heute als sozialer Brennpunkt.
Katharina Brankatsch, die bei «Neu Statt Sterben» nicht nur Regie geführt hat, sondern auch für den Text ...
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Theater heute Juli 2015
Rubrik: Magazin: Jugentheater, Seite 59
von Torben Ibs
Als der dem KZ entkommene Jude Edgar Hilsenrath, geb. 1926, Ende der 60er Jahre für seinen Roman «Der Nazi und der Friseur» einen deutschen Verlag suchte, hagelte es Absagen: Tollkühn erschien der Versuch, den Holocaust aus der Perspektive des Täters zu erzählen, unzumutbar die Geschichte des Massenmords als wilde, pornografische Kasperlegroteske. In den USA...
Für meine Mutter Andrea Haidle, die uns beschützte,
und für jede Mutter, die diejenigen, die sie liebt, beschützt (also alle).
Personen
(in der Reihenfolge ihres Auftretens)
Rebecca, Ende 40, sieht aber jünger aus. Hausfrau.
Rachel, ihre Tochter. 17.
Gary, Rachels Abschlussball-Date. Ein netter Typ.
Gladys, Rebeccas Nachbarin und beste Freundin.
Mr....
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