Sehnsucht nach Widerstand

Darja Stockers «Zornig geboren»

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«Robespierre, möchtest du mit mir in der Seine baden gehen?» Diesen Spruch schrieb Olympe de Gouche vor mehr als 200 Jahren an die Wände des revolutionären Paris. In den Unruhen schlug sich die junge Witwe und alleinerziehende Mutter als Prostituierte durch und: Sie mischte sich ein. Gegen die «Erklärung der Rechte des Mannes und des Bürgers» schrieb sie ihre «Erklärung der Frauen und der Sklaven», in der sie Freiheit und Gleichheit für die gesamte Gesellschaft  einforderte. Olympe de Gouche rebellierte gegen die Revolutionäre und endete dafür auf dem Schafott.

Olympe de Gouche ist eine der zahlreichen historischen Gestalten und Verweise in Darja Stockers  neuem Theaterstück «Zornig geboren». 
 

Sophie ist intelligent und gutaussehend. Die Welt scheint ihr offen zu stehen. Doch in der champagnerlaunigen Metropolenszene fühlt sie sich fremd und «an der Kante», unter ihr, öffnet sich  «ein schwarzes Loch, die Sterne in Herden an seinem Ufer versammelt zur Tränke».  
 

Sophies Vater Thomas ist Lehrer. Für ihn sind Erziehung und Aufklärung letzte Kämpfe einer schon  verlorenen Rebellion. Seinen Schülern versucht er, die Zusammenhänge von Politik und Wirtschaft zu vermitteln. In den ...

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Theater heute Jahrbuch 2008
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 176
von Andrea Koschwitz

Vergriffen
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