Scharfer Prof

nach Max Eipp «Wut»

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Professor Laub wäre wohl nie in Berührung mit kanaksprachlichen Jugendlichen gekommen, hätte sein mit allen Mitteln der häuslichen Brutpflege wattierter Sohn Felix nicht bei türkischen Jugendlichen Freundschaft gesucht. Eines Tages allerdings klaut Freund Can ihm die neuen Schuhe, was wiederum den Professor auf den Plan ruft, der mit seiner Intervention bei Cans Vater eine Gewaltspirale in Gang setzt. Am Ende erschießt er den türkischstämmigen Jugendlichen. Max Eipp (Drehbuch) und Züli Aladag (Regie) gewannen mit «Wut» den Grimme-Preis und die Goldene Kamera.

Volker Lösch hat den Film, den die ARD im Nachtprogramm versteckte, nun chorisch dramatisiert und mit den O-Tönen eines Laien-Chors gespickt. 

 

Fünfzehn Jugendliche mit familiären Wurzeln in der Türkei, arabischen Ländern und im Maghreb spielen den Can und skandieren eigene O-Töne, in denen sie von Demütigungen, fehlenden Jobs und Vätern berichten, die die Familienehre mit der Faust installieren. Die Jugendlichen thematisieren bemerkenswert offen diese wunden Punkte ihrer Vita. Interessant ist auch die szenische Lösung, die Volker Lösch für die Bühnenadaption des Films gefunden hat. In seiner Umsetzung von «Wut» bleibt der ...

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Theater heute August/September 2009
Rubrik: Chronik, Seite 77
von Jürgen Berger

Vergriffen
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