Rufe des Schicksals

Lexikonauskünfte rund um Therese Giehse

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Dass Renate Schmidt «völlig aus dem Häuschen» war, als sie Therese Giehse zum ersten Mal Mitte der sechziger Jahre sah, hatte zunächst keine schlimmeren Folgen. Dass die Giehse dann, als ihr der Regisseur Hans Hinrich Fräulein Schmidt als sein «bestes Pferd in Gelsenkirchen» vorstellte, mit dem Satz reagierte: «Na, dann mach mal», verstand das allerdings die mittlerweile nach Ulm engagierte Schauspielerin als Auftrag, ein Stück «Therese Giehse-H., German Actress» zu schreiben.

 Der Satz der Giehse, mehrere Begegnungen in Konzerten und, «natürlich, das Wichtigste», einige Rollen auf der Bühne (besonders Giehses Brecht-Abend) hatten sich nämlich bei ihr unauslöschlich «eingebrannt». 
 

Die folgenreichsten Verbrennungen erlitt Renate Schmidt, als sie in den Achtzigern aus Italien zurückkehrte und nach langem Suchen Monika Sperrs Buch über die Giehse «Ich hab nichts zum Sagen» unerwartet in der niederrheinischen Stadt Kleve auf der Straße fand: «Es hat da auf mich gewartet, von keinem sonst beachtet, völlig durchnässt, noch heute ist es ganz gewellt. Ich habe es auf der Bühne in meinem Giehse-Stück als Requisit bei mir.» Mit dem Buch und einem Hund bezog die Schauspielerin dann eine ...

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Theater heute Mai 2008
Rubrik: Magazin, Seite 62
von Klaus Völker

Vergriffen
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