Regeln der Straße

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Wenn die Menschen nicht zum Theater gehen, geht das Theater eben zu den Leuten. Und wenn die Leute das Theater nicht mehr verstehen, versucht es zumindest, sich dem Nachwuchs zu vermitteln. Die deutschen Bühnen haben gute Gründe, ihr potenzielles Publikum zur Partizipation zu animieren. Ein Report über Nutzen und Nachteil der Allianzen zwischen Kunst und Pädagogik – und ein euphorisches Bekenntnis zur sozialen Teilhabe von Regisseur und Autor Nuran Calis.

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Theater heute Jahrbuch 2006
Rubrik: Regeln der Straße, Seite 16
von

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Bildung ist es!

Das Theater hat mich besser in allem gemacht», findet Abdul. «Das Gute ist, dass alle zusammenhalten, dass alle mitarbeiten», lobt Christin. «Man nimmt andere Rollen an, versetzt sich in die Lage anderer Menschen, das gefällt mir – sich selbst loslassen, jemand anderes werden», sagt Marina. Abdul, Christin und Marina, alle 16 oder 17, gehen ins berufsvorbereitende...

Zweite Sieger

… und eigentlich Erste: Katharina Lorenz vom Schauspiel Hannover wurde Nachwuchsschauspielerin des Jahres für ihre Rolle der Mascha in Tschechows «Drei Schwestern» (Regie Jürgen Gosch; hier mit Christoph Franken und Roland Renner). Unten links: Die Zweitplatzierte Schauspielerin des Jahres Sandra Hüller vom Theater Basel als Dido in Sebastian Nüblings Opernprojekt...

Die Wiederentdeckung des Analphabeten

Es war einmal ein namenloser Diener, der von seinem Herrn, einem gewissen Capulet aus Verona, eine Gästeliste in die Hand gedrückt bekam und darauf starrte wie jenes sprichwörtliche Schwein in jenes sprichwörtliche Uhrwerk. Der Kerl konnte weder lesen noch schreiben und hatte dennoch einen Auftrag zu erfüllen, der von ihm verlangte zu wissen, was geschrieben steht....