Quellen der Unsterblichkeit
Mitten in der Wüste von Nevada treffen vier junge Menschen an einer Stelle aufeinander, die man die «Quellen der Unsterblichkeit» nennt. So heißt es. Es ist ein Loch in der Erde, ein tiefer Spalt, der alle Größen des Silicon Valley zu ihren bahnbrechenden Ideen inspiriert hätte. Larry Page und Sergey Brin hätten hier die Eingebung bekommen, Google zu erfinden, Jack Dorsey, Steve Jobs, Mark Zuckerberg, Elon Musk hätten an diesem Ort ihre Visionen entwickelt, die sie reich und berühmt werden ließen.
Vor allem wegen Elon Musk, Tesla und dem Elektroauto kommen zwei Programmierer aus Stuttgart in die Wüste, um das Auto der Zukunft für ihre Firma zu erfinden. Noch werden in Deutschland die besten Autos der Welt gebaut, doch die wirklich innovativen und weltverändernden Kräfte sind im Silicon Valley und San Francisco, glauben sie.
Von dort kommen ebenfalls zwei junge Programmierer zum Erdspalt: Zoé sucht den magischen Ort auf, weil an diesem Tag die Welt untergeht. Sie hat einen Algorithmus entwickelt, der das vorhersagt. Auch wenn es in der Natur der Sache liegt, ein Programm, das den Tag des Weltuntergangs berechnet, nicht einem Testlauf unterziehen zu können, ist sie sich sicher. Sie ...
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Theater heute Jahrbuch 2018
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 188
von Remsi Al Khalisi
Die voraussehbaren Veränderungen in den ethnischen, politischen und ökonomischen Strukturen der deutschen Gesellschaft führen zu der Frage, in welcher Form Kunst und Kultur diese Ausdifferenzierungen widerspiegeln kann. Wird die deutsche Kultur weiterhin dominiert sein von der weißen ethnischen Mehrheit? Und wird der deutsche Kanon weiterhin überwiegend aus Autoren...
Trump, Brexit, Le Pen und Co. sei Dank – endlich sieht man ein bisschen klarer! Die heftigen Veränderungen in den westlichen Demokratien sind auf oder gerade noch kurz vor den Regierungsbänken angekommen und machen deutlich, was sich zum Teil seit Jahrzehnten anbahnt. Nicht zuletzt Elfriede Jelinek bündelt die Phänomene in ihrem Stück des Jahres wieder einmal...
Hier ist es, das Stück zur Debatte um Geschlechtergerechtigkeit, zu #MeToo, zu Ohnmacht und Machtmissbrauch. Und überraschenderweise hat es die Gestalt eines mittelalterlichen Historiendramas. Christoph Nußbaumeders «Margarete Maultasch» ist aber, wie immer bei diesem Autor, viel mehr als nur ein Zeitstück: Es ist Volkstheater und ganz großes Kino, ausladender...
