Präpariert Euch!
Ihr Anblick ist faszinierend – und gleichzeitig zutiefst befremdlich: Neben den diversen Fischarten, die oben rechts in die Bühnentiefe zu tauchen scheinen, verharren Schnecken- und Muschelarten dekorativ in der Mitte. Direkt neben den Robben haben sich die Schmetterlingsarten ordentlich aufgereiht, und aus der unteren Reihe des dreidimensionalen Bühnen-Setzkastens wirft ein Känguru seinen toten Blick in den Zuschauerraum des Maxim Gorki Theaters.
Mit rund 3000 präparierten Tierarten zählt die Biodiversitätswand zu den Highlights des Museums für Naturkunde in Berlin.
Die Entdeckung der Artenvielfalt ist ein in westlichen Kulturen weit verbreiteter und verstetigter Prozess, der sich zugleich die Kategorisierung und Musealisierung allen Lebens zum Ziel gesetzt hat. Von geschätzt 4 bis 40 Millionen Tier- und Pflanzenarten sind bislang nur etwa 1,8 Millionen wissenschaftlich beschrieben, registriert und benannt. Dabei ist die Konservierung der Belegexemplare freilich nur um den Preis ihres Lebens zu haben – weshalb die polnische Regisseurin Marta Górnicka besagte Biodiversitätswand zum digitalen Bühnensinnbild einer Gesellschaft macht, deren Fortschrittsglaube und Erkenntnisdrang ...
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Theater heute Dezember 2021
Rubrik: Chronik, Seite 52
von Anja Quickert
Christine
Bernard
Jess
Ashe
Steven
Michael
Andy
Michaela
Emma
Joe
Claudie
Andrea
Victoria
Die Schauspielerin, die Christine spielt, muss auch Claudie, Andrea und Victoria spielen.
Das Stück spielt in Stockport, Blackpool, Durham, Doncaster und Ulverston.
Teil 1 und 2 spielen am 6. Februar 2017. Teil 3 spielt ein paar Tage danach.
In der Mitte von Teil 2 sollte...
Schummriges Rotlicht im Zuschauerraum, auf der Bühne ein Setting zwischen Kinderzimmer und Bordell: Vier aufblasbare Plastikraketen bilden eine Art Burgfried, zwei von ihnen tragen umgedrehte Gesichter als Sockel. Männliche? Weibliche? Lässt sich nicht sagen. Im Halbdunkel taucht eine zarte Gestalt mit langer Haarmähne auf, vorne angekommen knickt sie wie unter...
«Was macht man als Glück suchender Nicht-Philosoph?», fragt Carl Hegemann. «Vielleicht geht man ins Theater.» Und entwickelt so in seinem Text «Glücklich im Unglück» eine Art praxisbezogene Dramaturgie: «In der Tragödie bestimmt das Theater das Glück, indem es das Unglück ausspricht, vielleicht noch drastischer und deutlicher als dies im Bereich des reinen Denkens...
