Pastiche mit dunklen Schatten
In den ersten Jahren nach 1945 war Berlin eine schwarzweiße Stadt. Die Kameraleute, die in den Ruinen arbeiteten und den Menschen dabei zusahen, wie sie den Schutt des Untergangs wegräumten, drehten in Schwarzweiß. Billy Wilder, der mit Marlene Dietrich in die Stadt kam, um die Komödie «A Foreign Affair» zu drehen, filmt ebenfalls in Schwarzweiß. Die Trümmerästhetik der Wochenschauen vertrug sich dabei gut mit dem klassischen amerikanischen Studio-Kino, das ebenfalls bis in die vierziger Jahre nur ganz selten in Farbe gearbeitet hatte.
Berlin (und Wien) wurden unter alliierter Besatzung zu Zonen des Zwielichts, dominiert von Schiebern und Prostituierten, und wenn man sich heute an diese Zeit zu erinnern versucht, fällt es schwer, zwischen filmischem Dokument und einem Thriller wie «Der dritte Mann» zu unterscheiden.
Diese Überlagerung von Zeitgeschichte durch Filmgeschichte ist ein ideales Motiv für einen cinephilen Regisseur wie Steven Soderbergh, der mit «The Good German» nun eine große Reminiszenz an die Filme in Schwarzweiß und an die Dramen der goldenen Ära Hollywoods vorlegt. George Clooney spielt darin den Reporter Jake Geismar, der für «The New Republic» von der Potsdamer ...
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Talente 1
Das Internationale Forum des Berliner Theatertreffens vom 8. bis 21. Mai sucht auch 2007 «professionelle TheatermacherInnen, die künstlerisch im Bereich Schauspiel arbeiten (bis 35 Jahre)». Geboten wird ein Theatertreffen-Komplettpaket mit Theaterkarten, Unterkunft, Reisekosten und Tagegeld sowie vier Workshops unter dem Motto «Das politische Theater»....
Alles Walzer!» Am Ende des zweiten Aktes fassen sich in Stefan Ottenis Nürnberger Inszenierung von Arthur Schnitzlers Gesellschaftskomödie «Professor Bernhardi» die Herren (mangels Damen) um die Hüften und drehen sich linkisch-gespenstisch im Dreivierteltakt. Da ist die Donau schon lange grau und der Himmel über Wien hängt voll düsterer Gewitterwolken. Die liberale...
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