Osiel Gouneo
Welchen Grund mag es für einen stolzen Kubaner geben, von seiner sonnigen Karibikinsel ins kalte, dunkle Norwegen zu ziehen? Nach «Blond-Land», wie er es irgendwann tauft? Damals ist Osiel Gouneo 22 Jahre alt und bereits Erster Solist beim Nationalballett seiner Heimat, mit draufgängerischer Virtuosität tanzt er fast sämtliche Rollen quer durchs klassische Repertoire. Aber nichts anderes.
Mit Viengsay Valdés, seiner damaligen Partnerin, wird er auf Galas geschickt und sieht, was die Europäer und Amerikaner so tanzen: «Das machte mich hungrig! Ich musste einen Weg finden, um alleine zu fliegen, meinen Tanz zu verbessern.» Er will sein Repertoire erweitern, wachsen und lernen. In Kuba ist moderner Tanz zwar ein umfassender Teil der Ausbildung, genau wie die modernen Tänzer dort immer auch Ballett lernen. Auf der Bühne aber bleiben die beiden Bereiche hübsch getrennt, das hochgeachtete und beliebte Ballet Nacional tanzt praktisch ausschließlich Petipa & Co.
Gouneo «springt nach Europa», wie er es formuliert, er geht nach Oslo, weil dort ein alter Freund tanzt. Und er wächst, tanzt Kylián, Duato und Forsythe, kreiert neue Werke mit Daniel Proietto oder Alan Lucien Øyen. England ...
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Tanz Jahrbuch 2017
Rubrik: Die Saison 2016/17: The winners are ..., Seite 147
von Angela Reinhardt
Den Tanz der Zukunft gibt es nur noch im Plural. Es ist ein Tanz der Vielen, und er findet an Orten statt, die Vielheit und Teilhabe garantieren.
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Der Tanz der Zukunft kommt wieder mehr...
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