Ode an Rainald

Arad Dabiri hat keine Ahnung, wie Ruhe aussehen könnte

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Sommer, Stimmung, Umstand, Theater, heute, Text, Laune, jetzt: Gerade schreibe ich an meinem neuen Roman, das ist schon die Flucht nach vorn eigentlich, ganz klar, glaube ich, für mich, also: es ist für mich so: Das Schreiben ist politisch aufgeladen genug, kräftezehrend, im Zentrum eines Solarsystems, umkreist von einer wirren Irre, auch wenn Mensch händeringend um die Aufladung herumeiern will, die Ruhe wird gesucht, aber wie die aussieht: keine Ahnung, vielleicht wie Momente in einem Zwischenraum, zwischendrin, zwischendurch, vielleicht ja: lesen, wenn, also, was?, wenn also die

Welt brennt, das macht nun mal keinen Spaß, was dann?, dann: gab es da immer eine andere Form, Distraktion, Abstraktion, Dekonstruktion eines Ichs, die synthetische, die chemische Form von Spaß, die ich mir aber gerade bewusst raube, mich selbst da rausziehe, entziehe, kein Zauberstaub, kein Medikamentenkästchen, at least I try, der Versuch ist heilig, Ausrutscher heiligen die Mittel, für Stille im Kopf, ich bin ja aber wirklich weg von dem ganzen Zeug, also ja, nein, raus, raus, raus, die Herrlichkeit, Entbehrlichkeit von Manieren, Ehrlichkeit auf allen Vieren, jede Possibilität eine tiefe Schlucht, ein ...

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Theater heute Jahrbuch 2025
Rubrik: Cheering up, Seite 99
von Arad Dabiri

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