Ode an Rainald
Sommer, Stimmung, Umstand, Theater, heute, Text, Laune, jetzt: Gerade schreibe ich an meinem neuen Roman, das ist schon die Flucht nach vorn eigentlich, ganz klar, glaube ich, für mich, also: es ist für mich so: Das Schreiben ist politisch aufgeladen genug, kräftezehrend, im Zentrum eines Solarsystems, umkreist von einer wirren Irre, auch wenn Mensch händeringend um die Aufladung herumeiern will, die Ruhe wird gesucht, aber wie die aussieht: keine Ahnung, vielleicht wie Momente in einem Zwischenraum, zwischendrin, zwischendurch, vielleicht ja: lesen, wenn, also, was?, wenn also die
Welt brennt, das macht nun mal keinen Spaß, was dann?, dann: gab es da immer eine andere Form, Distraktion, Abstraktion, Dekonstruktion eines Ichs, die synthetische, die chemische Form von Spaß, die ich mir aber gerade bewusst raube, mich selbst da rausziehe, entziehe, kein Zauberstaub, kein Medikamentenkästchen, at least I try, der Versuch ist heilig, Ausrutscher heiligen die Mittel, für Stille im Kopf, ich bin ja aber wirklich weg von dem ganzen Zeug, also ja, nein, raus, raus, raus, die Herrlichkeit, Entbehrlichkeit von Manieren, Ehrlichkeit auf allen Vieren, jede Possibilität eine tiefe Schlucht, ein ...
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Theater heute Jahrbuch 2025
Rubrik: Cheering up, Seite 99
von Arad Dabiri
Wie sähe eine Welt aus, in der wir den multiplen Krisen durch allabendlichen kollektiven Rausch zu entkommen versuchen? Eine Welt, in der Alkohol, Drogen, Stroboskoplicht und Techno-Beats uns für ein paar Stunden vergessen lassen, was draußen lauert, wenn der Kater einsetzt. Diese Versuchsanordnung verhandelt Ferdinand Schmalz in seinem neuen Stück «bumm tschak...
Theater heute Herr Wesener, Sie sind kulturpolitischer Sprecher der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus und haben als ehemaliger Berliner Finanzsenator bis zur Neuwahl des Abgeordnetenhauses im Februar 2023 auch Einblick in die finanzpolitischen Zusammenhänge über das Kulturressort hinaus. Deshalb wollen wir ein bisschen mehr über die Sparpolitik des Berliner...
Theater heute Kürzlich hat die Schauspielerin Ursina Lardi in ihrer Dankesrede für den Silbernen Löwen in Venedig gesagt, man spreche immer weniger und nur noch mit Mühe vom Theater: «Das Theater, die Kunst erfahren gerade einen großen Bedeutungsverlust, und dabei geht es nicht allein um Kürzungen, nicht nur Geld wird der Kultur, den Kulturschaffenden entzogen,...
