Notizen
Stopp I
Die Dresdner «Weber»-Inszenierung von Volker Lösch hat umfassende juristische Aktivitäten ausgelöst. Ausgangspunkt sind in den Original-Text eingefügte Passagen Dresdner Arbeitsloser, die als Laienchor gegen Hartz IV, Politiker und Besserverdiener wettern, das «Schröderschwein» anprangern, Ministerpräsident Georg Milbradt eine «blöde Sau» nennen und den Satz fallen lassen: «Wen ich sehr schnell erschießen würde, das wäre Sabine Christiansen.
» Nachdem die Staatsanwaltschaft Dresden ihre Ermittlungen wegen Volksverhetzung eingestellt hatte, weil in der Inszenierung klar sei, dass der Text etwas anderes meine, als er vordergründig sage, verlagerte sich die Auseinandersetzung in Richtung Persönlichkeitsrecht und Urheberrecht. Dabei unterlag Sabine Christiansen in einem Eilverfahren vor dem Landgericht Dresden, das «keine allgemeine Persönlichkeitsrechtsverletzung» sehen kann. Die umstrittene Passage sei nicht als Mordaufruf zu verstehen. Dagegen war der Verlag Felix Bloch Erben, der die Aufführungsrechte hält, mit seinem Antrag auf Einstweilige Verfügung vor dem Landgericht Berlin erfolgreich. Während das Theater behauptet, die Text-Einschübe seien mit dem Verlag abgesprochen, ...
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