Nora Abdel-Maksoud: Wokey Wokey
Figuren
Gordon – Regisseurin Birgit – Schauspielerin «Julia» Ulrich – Schauspieler «Winston Schmitz» Günni – Schauspieler «O’Brien» Lennart – Schauspieler «Martin» Benni – Setrunner
Anmerkungen
1.) Wokey Wokey ist das Making-Of eines gescheiterten Films. Regisseurin Gordon und ihr Team bieten pro Teil je eine Begründung für dieses Scheitern an. Da selbst die Sündenbocksucherei für das Scheitern scheitert, legt das Team im dritten Teil – unfreiwillig – doch noch ein paar Wahrheiten frei.
2.
) Wokey Wokey spielt auf zwei Zeitebenen. Die Interview-Ebene («Interview») markiert die Gegenwart. Die Rückblenden («Rückblende») zeigen das bereits Geschehene.
3.) « / » bedeutet, die Texte werden gleichzeitig oder überlappend gesprochen. 4.) « – » bedeutet, die Figur wird unterbrochen.
1.Teil – Die «Woken»
1.1 – Gordon
Interview Gordon Herzlich Für den unwahrscheinlichen Fall, dass jemand hier noch nicht von mir gehört hat – manche gehen ja im Abspann schon pissen – mein Name ist Gordon. Ich bin Regisseur. Herzlich Willkommen zum Making-Of meines gescheiterten Films!
Ja – anders als die meisten meiner Kollegen fühle ich mich der Wahrheit verpflichtet. Ich weiß das klingt paradox: Film ist ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Juli 2026
Rubrik: Das Stück, Seite 74
von Nora Abdel-Maksoud
Manchmal holt das Theater die Wirklichkeit nonchalant ein. Während draußen über Ölund Kerosinkrise diskutiert wird, ragt ein riesiger Flugzeugflügel auf die Studiobühne im Theaterhaus Jena. Mona Louisa-Melinka Hempel, Thato Kämmerer, Jonathan Perleth und Matondo Castlo spielen, springen und tanzen auf dem und um das von Marie Alice Bahra erdachte Flügelszenario...
Fürs Programm ist immerhin gesorgt! Falls wir in mittelfristiger Zukunft noch öffentlich getragene Theater haben sollten – und das scheint derzeit ja ein großes «Falls» –, dann wird es auch weiterhin genug Kunst geben, um die vielen Kästen angemessen zu bespielen. Das ist das muntermachende Fazit einer knappen Woche beim diesjährigen Körber Studio Junge Regie. Für...
Eine «Gesellschaft mit besonderer Hingabe», kurz «GmbH», wolle man in Basel präsentieren, verspricht der Titel. Und eine besondere Hingabe zu den fünf Spieler:innen des Zürcher Theaters HORA, in dem ausschließlich Menschen mit mehrheitlich kognitiver Beeinträchtigung Theater machen, kann man in dieser neuen Inszenierung von Christoph Marthaler in der Tat entdecken....
