Neustart in der Gartenlaube

Dirk Laucke «wir sind immer oben»

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Aus dem «urschleim» sei «doch immer was geworden», stellt Stamm fest, «vielleicht nich immer wunschprogramm alter, aber immer irgendwas […] n fleck leben im brustkorb». Die Sätze, die Dirk Laucke in «wir sind immer oben» denjenigen in den Mund legt, an denen der Wohlstand vorbeigezogen ist, sind so lebendig, dass sie zu atmen scheinen. Lauckes Sprache ist wirklichkeitsgesättigt bis zum Magendruck, voller Alltagsslang und kraftvoller Sprachbilder und zugleich von einem eigenwillig artifiziellen Rhythmus getrieben, der sie ins Poetische, Komische, Wahre stößt.



Ebenso wie die Sprache beherrscht Laucke das Spiel mit Erzähltechniken und Perspektivwechseln – regelmäßig werden seine Figuren zu ihren eigenen Erzählern, bevor sie wieder in die Handlung switchen. Diese ist wie schon in seinem letzten Stück «alter ford escort dunkelblau» in der Provinz beheimatet. Hier als junger Mensch der eigenen Existenz eine sinnvoll coole Richtung zu geben, ist keine leichte Aufgabe. Doch der Antifa-Aktivist Sven und sein in vielerlei Hinsicht ein wenig zu kurz gekommener Freund Stamm kriegen sie beinahe hin, die «kleine utopie in der ödnis»: Im Garten von Svens Mutter Tine wollen sie einen Plattenladen ...

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Theater heute November 2008
Rubrik: Chronik, Seite 48
von Natalie Bloch

Vergriffen
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