Nach der Förderung ist vor der Förderung
Man kann die Frage stellen, ob Zukunftsforschung überhaupt enden kann. Zukunft ist immer, auch morgen wieder. Für uns als künstlerisches Team des ITZ endet nun aber eine siebenjährige Etappe. Das «Institut für theatrale Zukunftsforschung» haben wir 2018 im Tübinger Zimmertheater gegründet. Das Akronym ITZ versteckt sich also sowohl im Programmatischen wie auch in dem Ort, an dem diese Programmatik stattfand.
Das Spiel mit diesem Akronym sollte unseren Blickwinkel verändern: Statt eines Blicks zurück (wie wir ihn so oft im Kanon, in Klassiker-Inszenierungen, aber auch im Dokumentartheater finden können) wollten wir den Blick nach vorne wagen – etwa im Erzählen von Utopien oder Dystopien. Wenn wir uns in den vergangenen Jahren dann doch mit der Gegenwart oder der Vergangenheit beschäftigten, dann immer mit der Fragestellung, was wir daraus für die zukünftige Gesellschaft ableiten können. Dieses Nach-Vorne war die Denkrichtung, die wir mit dem ITZ verbanden. Dabei haben wir das Haus immer als Ort der Literaturproduktion verstanden.
Die aktuelle Zäsur in der Zukunftsforschung haben wir zum Anlass genommen, sieben und eine These zur Autor:innenförderung zu formulieren. Sie leiten sich ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Jahrbuch 2025
Rubrik: Neue Stücke, Seite 138
von Corinna Huber und Peer Mia Ripberger
Eine königlich gedeckte Frühstückstafel. Die leckerste Frühstückstafel, die Sie sich vorstellen können.» Noëlle Haeseling leitet ihr Stück «Fanfaren!» mit dieser köstlichen Beschreibung der Bühne ein und gibt in den ersten Zeilen schon einen Vorgeschmack auf ein zartes Schauspiel mit bitterem Kern.
Eine Galerie – hier warten sie: Die erste, zweite, dritte und...
Nein, Joseph Schumpeters affirmative Theorie vom Wirken der disruptiven Kräfte im Kapitalismus steht nicht im Zentrum von Thomas Melles Überschreibung und Neudichtung der «Bakchen» nach dem Urmuster von Euripides. Dennoch kann diese mitgedacht werden, wenn der Autor befragt, was das Dionysische sein und wofür es heute stehen könnte. Und natürlich kommt auch diese...
Die Bühne ist ein großes Schweigen» in Paula Kläys Stück «Gewölk». Es kann erst beginnen, wenn eine gewisse Zeit vergangen ist: «Tauben fliegen drei Mal um das Theater und dann weg.» Sind diese Tauben nur Tauben? Oder könnten es nicht doch auch Mavies Eltern sein, die, immer schweigend, zuletzt nickend, den Kopf vor- und zurückschiebend, auf einer Parkbank...
