Nach der Förderung ist vor der Förderung
Man kann die Frage stellen, ob Zukunftsforschung überhaupt enden kann. Zukunft ist immer, auch morgen wieder. Für uns als künstlerisches Team des ITZ endet nun aber eine siebenjährige Etappe. Das «Institut für theatrale Zukunftsforschung» haben wir 2018 im Tübinger Zimmertheater gegründet. Das Akronym ITZ versteckt sich also sowohl im Programmatischen wie auch in dem Ort, an dem diese Programmatik stattfand.
Das Spiel mit diesem Akronym sollte unseren Blickwinkel verändern: Statt eines Blicks zurück (wie wir ihn so oft im Kanon, in Klassiker-Inszenierungen, aber auch im Dokumentartheater finden können) wollten wir den Blick nach vorne wagen – etwa im Erzählen von Utopien oder Dystopien. Wenn wir uns in den vergangenen Jahren dann doch mit der Gegenwart oder der Vergangenheit beschäftigten, dann immer mit der Fragestellung, was wir daraus für die zukünftige Gesellschaft ableiten können. Dieses Nach-Vorne war die Denkrichtung, die wir mit dem ITZ verbanden. Dabei haben wir das Haus immer als Ort der Literaturproduktion verstanden.
Die aktuelle Zäsur in der Zukunftsforschung haben wir zum Anlass genommen, sieben und eine These zur Autor:innenförderung zu formulieren. Sie leiten sich ...
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Theater heute Jahrbuch 2025
Rubrik: Neue Stücke, Seite 138
von Corinna Huber und Peer Mia Ripberger
Uraufführungen
A Nora Abdel-Maksoud
Wokey Wokey (Münchner Kammerspiele)
Duygu Ağal
Paradies-Acker (Düsseldorfer Schauspielhaus)
Sina Ahlers
Schamparadies (Staatstheater Kassel)
Sina Ahlers, Zara Ali und Katharina März
Kritter (AT) (Theater Bielefeld)
Emre Akal
Es sagt, es liebt uns (Nationaltheater Mannheim)
Ayla Pierot Arendt
nach Susan Sontag: Das Leiden...
Lapidarium» heißt die neueste Trilogie von Rainald Goetz. Nach «Krieg» und «Festung» hat der vielfach ausgezeichnete Ausnahmeautor, gefeiert für seine Weltbeobachtungen der Jetztzeit, erneut drei in Form und Inhalt unterschiedliche Werke unter eine Überschrift gestellt. Die Trilogie vereint die Stücke «Das Reich des Todes. Politische Theorie», «Baracke. Die...
Die Bühne ist ein großes Schweigen» in Paula Kläys Stück «Gewölk». Es kann erst beginnen, wenn eine gewisse Zeit vergangen ist: «Tauben fliegen drei Mal um das Theater und dann weg.» Sind diese Tauben nur Tauben? Oder könnten es nicht doch auch Mavies Eltern sein, die, immer schweigend, zuletzt nickend, den Kopf vor- und zurückschiebend, auf einer Parkbank...
