Mitten im Frühling
Als Jean-Pierre Cornu ein Knabe war, da hatte er vor sich den See und hinter sich den Weinberg. Da lebte er in Twann am Bielersee, in einem jener lauschigen Schweizer Winzerdörfer, wo es sehr guten Wein und sehr gute Würste gibt. Und wie es so ist in Twann, wird dort Schweizerdeutsch und Französisch gesprochen, und jede Jahreszeit ist lieblicher und das Leben ein wenig unangestrengter als dort, wo nur Schweizerdeutsch gesprochen wird. Und das Hotel «Bären», in dem Jean-Pierre Cornu als Hotelierssohn aufwuchs, das gibt es schon seit Jahrhunderten.
Es wird heute von seiner Schwester betrieben, und gerade geht im «Bären» die berühmte Treberwurst-Saison zu Ende, die Zeit jener sehr guten Wurst also, die im Alkoholdampf gegart wird.
In Twann hat sich Jean-Pierre Cornu schon sehr früh für die Bühne entschlossen, seine Spezialität als Kind war die Katzendressur, leider oft mit dem Resultat, dass für die angesetzten Vorstellungen dann zwar Zuschauer erschienen, die Katzen sich jedoch verflüchtigt hatten. Heute hat Jean-Pierre Cornu seinen ganz privaten Wohnsitz im benachbarten Ligerz, das fast noch lieblicher daherkommt als Twann und mit 30 Rebbauern, zwei Berufsfischern und einem ...
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Theater heute März 2012
Rubrik: Akteure, Seite 36
von Simone Meier
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Es ist für uns unglaublich schwierig, diese Stelle kompetent zu besetzen.» Ist hier die Rede von einer Hauptdarstellerin oder einem neuen Chefdramaturgen? Nein: Tobias Veit, der künstlerische Produktionsleiter der Berliner Schaubühne, stöhnt über die nicht enden wollende Suche nach einer neuen Souffleuse.
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