Mit Feuerzeug
Dass es schön mit ihm sei, sagt sie so oft, als wiederhole sie den Refrain eines Songs, der von zwei jungen Menschen erzählen will, die sich gerade kennenlernen. Viel weiß man nicht über die beiden. Sie scheint an die Macht der Liebe zu glauben und hätte gerne einen, «der mich feste anpackt». Und er zweifelt an allem und schwankt von «Da bin ich wieder in diesem scheiß para -diesischen Moment, allein mit dem schönsten Mädchen, also dem schönsten von der Party» bis hin zu einem rüden «Halt’s Maul».
Ansonsten geht es um die besagte Party, von der er schnell weg will, während sie ihn besser kennenlernen möchte, was gegen Ende «auf einem weiten kahlen Stoppelfeld» auch möglich sein könnte, würde dort nicht etwas Dramatisches geschehen. Ein Feuerzeug scheint eine Rolle zu spielen.
Was genau passiert, erfahren wir nicht, von der Party schon etwas mehr. Einer der Gäste kotzt, ein anderer möchte seinen «Schwanz rausholen», wird beim Fingern in der Hose aber wohl nicht fündig. Lothar Kittsteins Text, der 2005 bei den Autorentheatertagen des Thalia Theaters aninszeniert wurde, setzt das Pfalztheater Kai -serslautern einen ungewöhnlichen Spielort entgegen: Die «Hannenfass Lounge» entfaltet ...
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Theater heute Januar 2025
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Jürgen Berger
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