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Zum Tod des Theaterforschers und Kulturwissenschaftlers Joachim Fiebach

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Am 23. April dieses Jahres ist der Berliner Theaterwissenschaftler Joachim Fiebach im Alter von 88 Jahren gestorben. Von 1995 bis 1998 habe ich bei ihm studiert, danach haben sich unsere Wege nur noch sporadisch gekreuzt. Angesichts seiner mehr als ein halbes Jahrhundert umspannenden akademischen Karriere und einer noch viel länger währenden Beschäftigung mit dem Theater dürften die Begegnungen mit mir für ihn bestenfalls von marginaler Bedeutung gewesen sein – wenig «signifikant», um einen von ihm sehr geschätzten Begriff zu verwenden.

In meinem Nachdenken über Theater sowie in meiner eigenen Theaterpraxis hat er hingegen deutliche Spuren hinterlassen.

Hans-Joachim Fiebach, so sein vollständiger Name, wurde 1934 in Berlin geboren. Mit 18 Jahren nahm er ein Studium der Germanistik und Philosophie auf. Etwa zur selben Zeit begann er, sich für das Theater zu interessieren: Um neben dem Studium etwas hinzuzuverdienen, arbeitete er als Statist an verschiedenen Berliner Bühnen. 1965 wurde er an der Berliner Humboldt-Universität mit der Dissertation «Die Darstellung kapitalistischer Widersprüche und revolutionärer Prozesse in Erwin Piscators Inszenierungen von 1920–1931. Untersuchungen ...

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Theater heute Juni 2023
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Christian Holtzhauer

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