Mehr Therese wagen

Die Münchner Kammerspiele- Intendantin Barbara Mundel gedenkt Therese Giehse und stellt Fragen nach dem Gedächtnis der Stadt München

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An den Münchner Kammerspielen untersuchen wir gerade vor allem die Leerstellen, die uner -zählte(n) Geschichte(n): die Gewalt-und Zerstörungsgeschichte, die Anpassungs- und Gleichschaltungsgeschichte, die spätestens Mitte der 1920er Jahre beginnt und in Exil und Tod vieler prägender Künstler:innen und Mitarbeiter:innen (einschließlich der jü -dischen Gründerfamilien) mündet, die an diesem Haus waren. Es ist die bisher nicht erzählte Geschichte von 300 Menschen, die ins Exil mussten oder ermordet worden sind.

Etwa 250 dieser Schicksale haben wir recherchiert und dazu einen digitalen Auftritt entwickelt (https://schicksale. muenchner-kammerspiele.de/). Sie ist allen Mitarbeiter:innen der Münchner Kammerspiele gewidmet, die in der NS-Zeit entrechtet, verfolgt und ermordet wurden. Es bleibt wichtig, die Dimensionen von Auslöschung zu erforschen; die Kontinuität des Autoritären zu verstehen; das Nicht-Erzählen von Geschichte(n) zu ergründen. Diese noch nicht erzählten Schicksale sind wichtig für heute.

An Therese Giehse sind die Brüche des Jahrhunderts exemplarisch zu sehen. Es steckt so viel Brisanz und Relevanz in ihrem Leben: die unverhohlenen antisemitischen Erfahrungen ihrer ...

Barbara Mundel ist Intendantin der Münchner Kammerspiele. Ein Hörspaziergang auf den Spuren von Therese Giehse und andere Veranstaltungen vom 6. bis 8. März auf www.muenchner-kammerspiele.de

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Theater heute März 2025
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Barbara Mundel

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