Marlboro Light

Bernhard Studlar «Sonne, Wolke, Amerika»

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Laut Szenenanweisung spielt das Stück in «Marlboro Country an der Grenze des Erträglichen», in diesem Fall also irgendwo in der österreichischen Prärie. Und zwar so weit weg vom Schuss, dass der Postbote (Dominik Warta) sich nur einmal die Woche hier­her verirrt. Ezra (Dominik Maringer) betreibt hier eine Kneipe, Golsch (Jan Thümer) und Der Pinguin (Franz Josef Strohmeier) sind seine besten Gäste, vielleicht auch die einzigen.



Wenn das Stück beginnt, hat Ezra gerade geheiratet, und er ist todunglücklich: Meret, die Braut, hat ihn nur zehn Minuten nach der Hochzeit stehen lassen und sich nach Lissabon ab­gesetzt – die «Endgültigkeit» mache ihr Angst. «Wenigstens bist du verheiratet», versucht der Postbote zu trösten. «Sie hätte dich ja auch vorher verlassen können.» Aber Ezra bleibt untröst­lich. Und in seiner Verzweiflung formu­liert er einen Satz, den René Pollesch nicht schöner hätte schreiben können: «Du glaubst, es ist Liebe, und dabei ist es eine Depression.» Immerhin schickt Meret regelmäßig Postkarten, offenbar reist sie kreuz und quer durch Europa. Bis sich herausstellt, dass Ezras Kumpel die Karten gefaket haben, um dem Freund nicht die letzte Hoffnung zu rauben.

«Subpannoni ...

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Theater heute Juni 2007
Rubrik: Chronik, Seite 44
von Wolfgang Kralicek

Vergriffen
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