Manche mögen Schweiß
Oben in einer Wohnung schreit eine ältere Frau, unten auf dem Hof lernen zwei 15-jährige Mädchen sich kennen. Mirija ist die Außenseiterin im Viertel, und die schreiende Frau oben in der Wohnung ist ihre Mutter. Das ist genau so uncool wie dieser merkwürdige Schweißgeruch, der Mirija anhaftet. Natasa dagegen will cool wirken, also raucht sie. Dann kommt die Clique, und jeder bekämpft jeden. Zuerst misst Natasa sich mit Ana, die auch erst fünfzehn, aber ziemlich durchtrieben und scharf auf Mane ist, der sich in der nächsten Szene mit Vladimir prügelt.
Mane könnte Cliquenchef sein, weiß aber nicht so recht, was er will.
Mit «Tierreich» entfernt Biljana Srbljanovic sich thematisch von früheren Stücken. Zwar geht es wieder um die Brutalisierung einer Gesellschaft, die gerade einen Bürgerkrieg überstanden haben könnte. Dem Stück fehlt aber der für Srbljanovic typische Belgrader Stallgeruch. Es erzählt nichts über postkommunistische und präeuropäische Befindlichkeiten, sondern führt Jugendliche vor, die auch in Bochum aufwachsen, dort Mirijas Mutter eine verletzte Taube in die Wohnung schmuggeln und dafür verantwortlich sein könnten, dass die geistig behinderte Frau aus dem Fenster ...
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Theater heute«Bunnyhill», das Projekt der Münchner Kammerspiele, das sich 2004 mit der Situation Münchner Jugendlicher im «Problembezirk» Hasenbergl beschäftigte, war die Initialzündung für den Fonds «Heimspiel» der Bundeskulturstiftung. Dieser Fonds fördert Projekte im Stadttheater, die sich explizit auf ihr soziales Umfeld und neue Publikumsschichten beziehen....
Michael MerschmeierHerr Trittin, Sie gehen gern und häufig ins Theater – nicht gerade
üblich für einen Politiker.
Jürgen TrittinDas resultiert aus einer biografischen Vorschädigung. Ich hab beim Schultheater mitgespielt – zum Beispiel den Kai in «Kai aus der Kiste», Branco in «Die rote Zora» oder im «Gespenst von Canterville». Das hat mir großen Spaß gemacht....
Die Personalie Goerden wirft einen zunehmend großen Schatten auf das Bochumer Schauspielhaus. Weder der Intendant noch der Regisseur werden seinem künstlerischen Ruf gerecht. Im Gegenteil, meine Arbeit schadet augenscheinlich der Reputation der Theaterstadt Bochum. Ich muss Sie von diesem Befund nicht erst überzeugen, stammt er doch größtenteils von Ihnen. Ich bin...
