Viele bunte Luftballons
In der «Süddeutschen Zeitung» hat Peter Laudenbach gejubelt: In der «maroden» Volksbühne bekäme man, «was man in diesem grauen Bunker zu allerletzt erwartet hätte: eine Inszenierung, die in ihrer großen Leichtigkeit ziemlich gute Laune macht». Und weiter: «Der Plot ist simpel: Vater Ubu, ein vulgärer Dummkopf, ermordet den König von Polen, um selber König zu werden und den Staat zu plündern.» «In der Volksbühne allerdings sind Herr und Frau Ubu äußerst ansehnliche Erscheinungen. Weil sie von den Großkomikern Samuel Finzi und Wolfram Koch gespielt werden.
» «Rechthaberische Verweise auf die blutigen Kleinbürger an der Macht, von Ceausescu bis Hitler, schenkt sich die Aufführung. Stattdessen pures Vergnügen am zweckfreien Spiel.» Beigetragen dazu hat, so unser Kritiker, auch die Bühnenbildnerin Katrin Brack, sie «hat lauter große bunte Luftballons auf die leergeräumte Bühne gekippt. Womit schon mal klar ist, dass wir hier in einem sinnfreien Fan-Zoo sind». «Die Luftballons schweben mal und sinken mal zu Boden, sowas Biederes wie die Gesetze der Schwerkraft hat keine Chance gegen das bunte Nichts.»
Der Regisseur des Abends Dimiter Gotscheff traute sich nicht gleich in Jarrys aus einem ...
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