Machtmittel Sex
Die unwichtigsten Informationen werfen manchmal die größten Fragen auf: Für «Hautnah», den Film zum Stück, ist die FSK (Freiwillige Selbstkontrolle)-Freigabe ab 6 Jahren beantragt.
Auf welche Weise kann Patrick Marbers Quartett der Suchenden (nach Liebe, nach Orientierung und Nähe), können diese verbal freizügigen, mit Cybersex, Stripclubs und Verlassensängsten konfrontierten, in Beziehungen und Verhältnissen untereinander verstrickten Zeitgenossen zum Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie mutiert sein?! Hat Theaterautor Marber sich beim Drehbuchschreiben weichspülen lassen?
Keineswegs. Die Qualitäten des Stücks – die schlagfertigen, pointierten Dialoge in Verbindung mit einer bewusst elliptischen Erzählweise – sind im Film erhalten geblieben, wirken teilweise noch stärker, weil sich Marber der herkömmlichen Filmdramaturgie bewusst verweigert: Nicht die Krise wird gezeigt, sondern das Vorher und Hinterher, die Vorbereitung und das Ergebnis. Ja, diese Figuren reden viel und gelegentlich schockierend direkt, die Sprache dient ihnen zur Selbstdarstellung, aber auch dazu, Gedanken und Gefühle zu verschleiern, im Zweifelsfall vor sich selbst. «Closer», wie der Originaltitel ...
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«Von drei Millionen drei» heißt der 1932 erschienene Roman von Leonhard Frank, den Fritz Katers «3 von 5 Millionen» fortschreibt. Er erzählt, wie drei Arbeitslose – ein Schreiber, ein Schneider und ein Fabrikarbeiter – ihre Heimatstadt verlassen, nach Hamburg wandern, auszuwandern beschließen, in Buenos Aires Arbeit finden, bis sie auch dort die...
Ein Stück über Handys und den ganzen Quatsch, den man für sie produzieren kann, das muss ja aus Finnland kommen. Schließlich hat dort Nokia quasi im Alleingang für einen Wirtschaftsboom gesorgt, und die Omnipräsenz der «mobiles» sorgte schon bei der Expo in Hannover dafür, dass man im finnischen Pavillon von einem Chor fiepsender Handys begrüßt wurde. Der «Mobile...
Stopp I
Die Dresdner «Weber»-Inszenierung von Volker Lösch hat umfassende juristische Aktivitäten ausgelöst. Ausgangspunkt sind in den Original-Text eingefügte Passagen Dresdner Arbeitsloser, die als Laienchor gegen Hartz IV, Politiker und Besserverdiener wettern, das «Schröderschwein» anprangern, Ministerpräsident Georg Milbradt eine «blöde Sau» nennen und den...
