«Letztendlich geht es um Liebe»

Beim 33. Heidelberger Stückemarkt glaubt man noch an die Macht des Wortes

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In wenigen Branchen wird so intensiv nach jungen Talenten gefahndet wie in der dramatischen Literatur. Unentdeckt zu bleiben, wenn man etwas zu sagen hat, ist heutzutage kaum noch eine Gefahr. Was allerdings keine Garantie für anhaltende Bühnenpräsenz bedeutet, denn in den Spielplänen müssen die neuen Stücke mit Romanadaptionen und Projektentwicklungen konkurrieren, und es ist nicht selten, dass nach der Uraufführung, die allein die überregionale Presse anlockt, auch schon der letzte Vorhang fällt.

In Heidelberg jedenfalls glaubt man noch an die Kraft des eigens für sie geschriebenen Wortes auf der Bühne. Seit 33 Jahren richtet das Theater mit ungebrochenem Elan den Stückemarkt als einen der ältesten und renommiertesten Wettbewerbe für junge deutschsprachige Dramatik aus, dessen mit 10.000 Euro dotierter Autorenpreis mittlerweile noch durch einen Internationalen Autorenpreis (5.000 Euro) an ein Stück aus einem jeweils wechselnden Gastland und den Jugendstückepreis (6.000 Euro) ergänzt wird. Von der Vorgabe, dass die von Verlagen und auf Empfehlung ehemaliger Wettbewerbsteilnehmer eingereichten Stücke noch keine Uraufführung in Aussicht haben dürfen, hat man sich allerdings vor ...

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Theater heute Juni 2016
Rubrik: Festivals, Seite 46
von Silvia Stammen

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