Kunst allein genügt nicht
Das Flugzeug der Austrian Airlines setzt auf der Landebahn des Wiener Flughafens auf. Es ist der 5. Dezember 2016. Der Tag nach der «Schicksalswahl». Wie jedes Mal plärrt unmittelbar nach der Landung dieser nervtötende Potpourri aus Walzer und Mozart aus den Bordlautsprechern. Willkommen in Österreich.
Das Leben geht weiter. Immerhin, als am Tag davor kurz nach siebzehn Uhr das Ergebnis der österreichischen Präsidentschaftswahl bekanntgegeben wurde, gab es einen Moment des Innehaltens, der Erleichterung, vielleicht des Glücks.
Man kann es nicht anders sagen: Die Mehrheit der Menschen dieses Landes haben noch einmal ein starkes Signal gegeben, einen Funken der Hoffnung (brrr, ich mag dieses Wort nicht, gültig nur für Lottospieler und Liga-Absteiger) gezündet.
Sie haben gezeigt, dass man diesem schleichenden Gift, das sich besorgt und bürgernah gibt, das Volks-Rock’n’Roll feiert und über Facebook Hass verbreitet, dass man diesem Gift tatsächlich Einhalt gebieten kann. Naja, zumindest die Stirn bieten … Denn trotz der Atempause bleiben die großen Fragen natürlich weiterhin ungelöst. Nicht nur hierzulande, sondern weltweit. Augenfällig daran ist, dass die ...
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Theater heute Januar 2017
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Martin Kusej
Daten
Aachen, Grenzlandtheater
31. Delaporte und de La Patellière,
Das Abschiedsdinner
R. Udo Schürmer
Aachen, Theater
19. Projekt, Eine Handvoll
R. Robert Seiler
27. Miller, Alle meine Söhne
R. Michael Helle
28. Nicht mit uns! – Zauberland
ist abgebrannt
R. Florian Hertweck
Aalen, Theater der Stadt
11. Stamm, Agnes
R. Tonio Kleinknecht
Altenburg...
Nach drei Stunden endlich sprengt der Schmerz den Panzer. Hauke Haien, der nordfriesische Deichgraf, hat Recht behalten, aber es nützt ihm herzlich wenig. Sein neuer Deich würde halten, hätten ihn nicht seine Gegner durchbrochen. Die Sturmflut reißt Haukes Frau Elke und das gemeinsame Kind vor seinen Augen in den Tod. Johan Simons, der Theodor Storms...
Das Theater der Jugend ist das Burgtheater der kleinen Leute. Für viele Wiener Bürgerinnen und Bürger zwischen sechs und 14 Jahren gehört ein TdJ-Abo einfach dazu, jedenfalls sehen ihre Eltern das so. Die Zahlen sind entsprechend eindrucksvoll: Seine 251.500 Besucher (Spielzeit 2015/16) werden in Wien nur von den Großbühnen übertroffen, mit den 40.000 Abos...
