Kunst allein genügt nicht

Eine Landung in Wien nach der österreichischen Bundespräsidentenwahl

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Das Flugzeug der Austrian Airlines setzt auf der Landebahn des Wiener Flughafens auf. Es ist der 5. Dezember 2016. Der Tag nach der «Schicksalswahl». Wie jedes Mal plärrt unmittelbar nach der Landung dieser nervtötende Potpourri aus Walzer und Mozart aus den Bordlautsprechern. Willkommen in Österreich. 

Das Leben geht weiter. Immerhin, als am Tag davor kurz nach siebzehn Uhr das Ergebnis der österreichischen Präsidentschaftswahl bekanntgegeben wurde, gab es einen Moment des Innehaltens, der Erleichterung, vielleicht des Glücks.

Man kann es nicht anders sagen: Die Mehrheit der Menschen dieses Landes haben noch einmal ein starkes Signal gegeben, einen Funken der Hoffnung (brrr, ich mag dieses Wort nicht, gültig nur für Lottospieler und Liga-Absteiger) gezündet. 

Sie haben gezeigt, dass man diesem schleichenden Gift, das sich besorgt und bürgernah gibt, das Volks-Rock’n’Roll feiert und über Face­book Hass verbreitet, dass man diesem Gift tatsächlich Einhalt gebieten kann. Naja, zumindest die Stirn bieten … Denn trotz der Atempause bleiben die großen Fragen natürlich weiterhin ungelöst. Nicht nur hierzulande, sondern weltweit. Augenfällig daran ist, dass die ...

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Theater heute Januar 2017
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Martin Kusej

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