Kulturpolitik: Grundsatzfragen

Ein Bürgerbegehren könnte die Sanierung des maroden Theaters Augsburg stoppen

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Schluss. Aus. Ende. Am 19. Juni ein letzter «Liebestrank», seitdem ist es still im Großen Haus des Theaters Augsburg. Der Grund für die vorzeitige Schließung: Untersuchungen zur geplanten Sanierung förderten bisher unbekannte massive Mängel beim Brandschutz zu Tage. Für Intendantin Juliane Votteler und ihr Team bedeutet das, überstürzt nach Ausweichspielstätten zu suchen – ab Herbst 2016, nicht erst ab 2017, wenn die Bauarbeiten beginnen sollen.

 

Die Gespräche laufen, eine Interims-Lösung ist absehbar – keine Gespräche und keine Lösung gibt es jedoch für den zweiten akuten Brandherd: «Keine Neuverschuldung für die Theatersanierung» fordert die «Initiative kulturelle Stadtentwicklung Augsburg» und sammelt seit April Unterschriften, um ein Bürgerbegehren zu erwirken. Die Sanierung des Theaters und der Neubau eines Gebäudekomplexes mit Werkstätten, Probebühne und einer Multifunktionsspielstätte schaffe Fakten, sagt Helmut Gier, Mitinitiator und Bibliotheksdirektor im Ruhestand, ohne grundlegende Fragen diskutiert zu haben, nämlich: «Welches Theater kann und will sich Augsburg als hoch verschuldete Stadt leisten? Und: Ist das deutsche Stadttheatersystem an sich noch zeitgemäß?» ...

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Theater heute August/September 2016
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Cornelia Fiedler

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