König Reich
Donald Trump, der in Elfriede Jelineks «Am Königsweg» namentlich nicht genannt wird und um den sich doch das ganze Stück dreht, hat in dieser Saison viele Theatermacher, Zuschauer und Kritiker in Atem gehalten. Vielleicht deshalb haben sie ihn und sich in «Am Königsweg» wiedergefunden und den Text mit 9 Stimmen zum Stück des Jahres gewählt – vor Ewald Palmetshofers Gerhart-Hauptmann-Überschreibung «Vor Sonnenaufgang» (7 Mal genannt).
Die Faszination für den König und seine Schamlosigkeit schlägt sich auch in anderen Kategorien nieder. Inszenierung des Jahres ist mit 6 Stimmen Falk Richters «Am Königsweg»-Uraufführung im Deutschen Schauspielhaus Hamburg! Gefolgt gleichauf von Simon Stones Strindberg-Sampling «Hotel Strindberg» am Wiener Akademietheater und der Berliner-Festspiele-Produktion von Vegard Vinge und Ida Müller «Nationaltheater Reinickendorf» mit jeweils 3 Voten.
Mit seinem Totaltheaternachbau in einer Lagerhalle im Berliner Stadtteil Reinickendorf hat das norwegische Duo Vinge/Müller außerdem die Bühne des Jahres gebaut: 8 Kritiker*innen haben dem Gesamtkunstwerk der beiden ihre Stimme gegeben. 3 Voten – und damit zweiter Platz – für SIGNAs Ausstattung der Mannheimer ...
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Theater heute Jahrbuch 2018
Rubrik: , Seite 150
von Red.
Der niederländische Theatermacher Eric de Vroedt ist auch in Deutschland längst kein Unbekannter mehr; in den letzten Spielzeiten hat er wiederholt am Schauspielhaus Bochum und am Theater Dortmund inszeniert. In seinem Heimatland, wo der 46-Jährige die Intendanz des Nationaltheaters in Den Haag als Nachfolger Theu Boermans übernommen hat, ist er nicht nur als...
Du bist Schauspieler des Jahres, und das ist fantastisch. Du hast es verdient. Du hättest es auch schon früher verdient (aber dazu später noch mal mehr). Jetzt bist du es, und das freut mich total. Gefeliciteerd.
Schauspieler des Jahres. Oder muss ich das Wort Performer benutzen? Performer des Jahres? Künstler des Jahres.
Vielleicht muss ich kurz erklären: Ich...
A-Seite: «Was Du in Deinem Herzen trägst ...»
Es gibt ein berühmtes Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff, das mich zutiefst berührt. In «Die tote Lerche» besingt die Dichterin den freien flatternden Flug und Gesang des kleinen Feldvogels («Ich stand an deines Landes Grenzen») und beschreibt ihre Sehnsucht, ebenso frei zu sein. Doch dann stirbt der Vogel und...
