Katastrophen von innen

Die gelernte Theaterregisseurin Amanda Lasker-Berlin und ihr dritter Roman «Spes heißt Hoffnung»

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Ihr erstes Theaterstück hat die 28-jährige Amanda Lasker-Berlin mit 18 geschrieben, und ihr Kunststudium an der Bauhaus-Universität in Weimar hat sie ab -gebrochen, um stattdessen in Ludwigsburg Theaterregie zu inskribieren. Trotzdem hat Lasker-Berlin als Autorin bisher eher mit Prosa reüssiert. Während ihr bei den Autorentheatertagen in Berlin 2021 uraufgeführtes Stück «Ich, Wunderwerk und How Much I Love Disturbing Content» das erste stärkere Lebenszeichen als Dramatikerin war, liegt mit «Spes heißt Hoffnung» ihr bereits dritter Roman vor.

 

Die Theateraffinität der Autorin merkt man weder dem Stück noch dem Roman auf den ersten Blick an. In beiden verzichtet sie weitgehend auf Dialoge, beide sind eher filmisch aufgebaut. Den Kern von «Ich, Wunderwerk» bildeten Beschreibungen von Videobildern, «Spes heißt Hoffnung» ist eine Parallelmontage aus vier mehr oder weniger zusammenhängenden Handlungssträngen. Paul, ein Journalist, ist auf der Flucht. Obwohl er seinen Selbstmord vorgetäuscht hat, wird nach ihm gefahndet; sein Porträt ist in den Fernsehnachrichten und auf den Titelseiten der Zeitungen. Achura, eine Politikerin mit Migrationshintergrund, hat in einer Rede etwas gesagt, was ...

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Theater heute 12 2022
Rubrik: Bücher, Seite 50
von Wolfgang Kralicek

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