Kapitalismus zu verkaufen

Elfriede Jelinek «Die Kontrakte des Kaufmanns» (Staatstheater, Tafelhalle) Nürnberg

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Die heutige Vorstellung wird von Giorgio Armani, Back- und Süßwaren Fürth und der Europäischen Zentralbank unterstützt. Unter den Besuchern werden im Verlauf der Vorstellung Proben eines neuen Armani-Parfums, Schokoladentafeln und Centmünzen verteilt. Greifen Sie zu! Aber: «Bitte nicht hamstern! Nur eine Schokolade pro Familie!» Und: «Es reicht, wie immer, nicht für alle!»
 

Elfriede Jelineks «Kontrakte des Kaufmanns», uraufgeführt am Ende der vergangenen Spielzeit in Köln, sind das Stück der laufenden Saison: Sechs Mal wird die «Wirtschafts­komödie» nachgespielt.

Nürnberg macht den Anfang; es folgen Göttingen, Saarbrücken, Karlsruhe, Freiburg und Potsdam. 
 

In seiner inzwischen ans Thalia Theater übersiedelten Uraufführungsinszenierung brachte Nicolas Stemann das Stück ungekürzt und als ebenso vielstündige wie vielstimmige Textperformance über die Bühne. In Nürnberg zeigt Stefan Otteni, dass es auch eine Nummer kleiner sein darf. Der Regisseur setzt auf eine beherzte Strichfassung (Spieldauer: gute zwei Stunden) und ein herzliches Gemeinschaftserlebnis. An die Zuschauer werden beim Einlass Sitzkissen ausgegeben, sie können sich frei im Raum verteilen, das Ensemble (zwei Damen, vier ...

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Theater heute Februar 2010
Rubrik: Chronik, Seite 52
von Wolfgang Kralicek

Vergriffen
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