Das Stück, der Markt, der Tod und das Kaufhaus
Ein Konjunkturzyklus funktioniert im Kleinen so: Jemand erfindet ein Produkt, das alle Leute gerne haben wollen, sagen wir einen mp3-player oder das Auto. So langsam entsteht Nachfrage nach der noch seltenen Ware, und die Preise sind hoch. Das bemerken aufmerksame Hersteller, die auf den Zug aufspringen wollen und Fabriken aus dem Boden stampfen. Irgendwann gibt es mehr Autohersteller als Parkplätze und für jedes Ohr drei Musikknöpfe. Von Nachfrage kann jetzt nicht mehr ernsthaft die Rede sein. Überproduktionskrise! Die Preise fallen ins Bodenlose.
Fabriken gehen pleite und Hundertausende sind arbeitslos. Bis irgendwann alle Autos verrostet sind, die Preise wieder steigen und das Ganze von vorne beginnt.
Das ideale Produkt, Typ 1, zerlegt sich gleich nach Kauf selbst, ohne dass deswegen der Kunde unzufrieden wird. Dann kann die Nachfrage gar nicht erst einbrechen. Das Auto war fast so ein ideales Produkt, bis Audi die vollverzinkte Karosserie erfand. Bis dahin verrostete ein Mercedes in acht Jahren und ein Fiat, der halb so teuer war, in vier, was jeder ganz normal fand. Das andere ideale Produkt, Typ 2, funktioniert nach dem Apple-Prinzip: Es ist im Kern auch nur ein mp3-player, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Aalen, Theater der Stadt
Kasse: 07361/522 600
20. Schwab, Die Präsidentinnen
R. Jakob Strack
27. Bauer, Das Schweigen im Walde (U)
R. Katharina Kreuzhage
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
Tel.: 03733/13 01 216
21. Schiller, Maria Stuart
R. Torsten Krug
Bamberg, E.T.A.-Hoffmann-Theater
Kasse: 0951 87 30 30
13. Zeller, Kaspar Häuser Meer
R. Alice Asper
20....
Zum ersten Mal erscheint Katharina Matz im dritten Heft des frisch gegründeten Magazins «Theater heute», im November 1960. Zugegeben: eher bescheiden. «Katharina Matz und Günther Jerschke», steht da knapp am Ende eines Verrisses aus den Hamburger Kammerspielen, «waren angemessen in Episoden beschäftigt.» Das Stück hieß «Lucy Crown», war eine misslungene...
Wenn du eine Botschaft hast, dann schreib uns einen Werbeslogan – oder schick uns eine Rockband auf die Bühne. Johan Simons tut beides. Gleich zwei der topmodischen Theatermarotten der Saison präsentiert der manchmal ziemlich unsubtile Großregisseur, demnächst Chef der Münchner Kammerspiele, im Oktoberfeststück «Kasimir und Karoline» in Köln. Der vielgerühmte...
